Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) und über 25 weitere Wirtschaftsverbände haben sich in einem eindringlichen Brief an die Politik gewandt. Die Verbändeallianz fordert, dass die Rechtsfigur der Kundenanlage umgehend und dauerhaft auf nationaler wie europäischer Ebene abgesichert wird. Der aktuelle Rechtszustand ist von enormer Unsicherheit für die betroffenen Unternehmen geprägt. Dieser Zustand gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland erheblich.
Durch die aktuelle Rechtsprechung droht Kundenanlagen in Deutschland eine mögliche Neueinstufung als reguliertes Netz. Entweder als geschlossenes Verteilernetz oder als Netz der allgemeinen Versorgung. Für die Unternehmen, welche ihre Energieinfrastruktur bislang effizient und eigenverantwortlich betreiben, wäre damit ein enormer Anstieg bürokratischer Anforderungen verbunden – und dies in der ohnehin schon sehr angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage. Die Zeit drängt. Um dieses Worst-Case-Szenario zu verhindern, benötigen Unternehmen dringend eine Perspektive, welche die besonderen Versorgungsbedürfnisse an industriellen Produktionsstandorten berücksichtigt. Die Bundesregierung sollte sich weiterhin dafür einsetzen, einen rechtssicheren Weiterbetrieb von Kundenanlagen zu sichern.
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