Cyberkriminelle nutzen Künstliche Intelligenz (KI), um sich als Chefin oder Chef eines Unternehmens auszugeben. Sie beobachten Firmen oft über lange Zeit und sammeln dabei viele interne Informationen. Mit diesem Wissen täuschen sie Mitarbeitende und bringen sie dazu, Sicherheitsregeln zu umgehen oder Zahlungen auszuführen. Ziel ist es, an Geld des Unternehmens zu gelangen. KI Tools ermöglichen künstlich erzeugte oder manipulierte Bilder, Videos oder Audioaufnahmen (Deepfakes) in besonders hoher Qualität und machen diese Betrugsmasche besonders gefährlich. Stimmen lassen sich damit bei Telefonanrufen täuschend echt nachahmen, gefälschte Videos wirken immer realistischer und E Mails klingen dank Sprachprogrammen fehlerfrei und vertrauenswürdig.
Besonders gefährdet sind Bereiche wie Buchhaltung und Verwaltung. Die Täter setzen gezielt psychologische Mittel ein: Sie erzeugen starken Zeitdruck, setzen ihre Autorität als Führungskraft ein und geben eine besonders hohe Vertraulichkeit vor. So versuchen sie, übliche Sicherheitsvorgaben auszuhebeln. Der BdB rät: „Halten Sie unbedingt interne Freigabeprozesse wie Vollmachten oder das Vier Augen Prinzip ein. Sprechen Sie Kolleginnen und Kollegen an und schildern Sie den Vorfall – eine zweite Meinung hilft oft bei der Einschätzung. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie die angebliche Person unter den Ihnen bekannten Kontaktdaten zurück.“
Weitere Information:



