vfa: Neue Handelspartnerschaften können Exporte um 100 Milliarden US-Dollar steigern

Deutschlands Industrie braucht neue Absatzmärkte – und deren Potenzial ist enorm

Deutschlands Industrie gerät auf den Auslandsmärkten immer mehr unter Druck: Der Zugang zum US-Markt wird unsicherer, gleichzeitig macht China der deutschen Wirtschaft mehr und mehr Konkurrenz. Deshalb braucht Deutschlands Industrie neue Absatzmärkte – und deren Potenzial ist enorm. Mit vertieften Handelspartnerschaften – etwa mit Ländern des Mercosur-Raums, Indien, Mexiko oder Australien – könnten sich mittelfristig Exportchancen im Gegenwert von nahezu 100 Milliarden US-Dollar (rund 85 Milliarden Euro) eröffnen. Das ergab eine Auswertung für die neueste Ausgabe des MacroScope Pharma Economic Policy Briefs.

Besonders vielversprechend sind die Chancen in einzelnen Ländern: In Kanada könnte Deutschland – gemessen an der strukturellen Passfähigkeit – seinen Importanteil von derzeit 3,2 Prozent auf mehr als 14 Prozent ausweiten, in Mexiko von 3,6 Prozent auf mehr als acht Prozent. In vielen potenziellen Partnerländern trägt die pharmazeutische Branche positiv zur strukturellen Passfähigkeit bei. Allerdings gibt es auch Hürden, die die Absatzchancen begrenzen können. vfa-Chefökonom Dr. Claus Michelsen: „Damit Chancen realisiert werden, müssen Handelsabkommen neben Zöllen auch nicht-tarifäre Hürden adressieren – einschließlich verlässlichem Schutz geistigen Eigentums. Das ist für eine Hightech-Branche wie Pharma essenziell.“


Weitere Information:

https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/neue-handelspartnerschaften-koennen-deutschlands-exporte-um-100-milliarden-us-dollar-steigern-171289/

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