Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) haben das neue ISO/IEC Joint Technical Committee 5 (JTC 5) initiiert, um internationale Standards für den Digitalen Produktpass (DPP) auf den Weg zu bringen. Der DPP ist ein zentrales Element in der EU-Batterieverordnung, der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) und soll perspektivisch auch im European Product Act (EPA) eine wichtige Rolle spielen. Ziel ist es, gemeinsame Grundlagen zu schaffen, damit Produktdaten effizient entlang globaler Lieferketten nutzbar werden. Ohne international abgestimmte Standards entstehen nationale Insellösungen und der DPP verliert seinen zentralen Nutzen für globale Wertschöpfungsnetzwerke.
Der Digitale Produktpass bündelt produktbezogene Informationen, die heute häufig in unterschiedlichen Systemen vorliegen – etwa zu Sicherheit, Reparierbarkeit oder Konformität – und macht sie über eine neue digitale Ebene jedes Produktes verfügbar. Diese Ebene soll in Zukunft in aller Welt über einen QR-Code oder RFID-Chip am Produkt zu erreichen sein. Unternehmen können somit Produktdaten weltweit effizient austauschen – auch im Import und Export. Behörden können Pflichtdaten digital und automatisiert prüfen. Verbraucher können weltweit auf vergleichbare Informationen und neue Services zugreifen.
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