vfa: „Wesentliche Zusammenhänge werden nicht ausreichend berücksichtigt“

Faktencheck zu  Vorschlägen der FKG zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen

Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) hat ausgewählte Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit (FKG) zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung einem Faktencheck unterzogen. Der Bericht der Kommission vom 30. März 2026 enthält eine Reihe von Maßnahmen, die die Arzneimittelversorgung und digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) betreffen. Im Bereich der Arzneimittelausgaben weist der Faktencheck darauf hin, dass die Darstellung der Kommission verkürzt ist und wesentliche Zusammenhänge nicht ausreichend berücksichtigt werden. Auch einzelne Reformvorschläge sieht der vfa kritisch.

Die vorgeschlagene Erhöhung des Herstellerabschlags schafft angesichts der volatilen geopolitischen Lage keine notwendige Stabilität, sondern zusätzliche Unsicherheit für Investitionen und den Standort. Auch eine erneute Nachschärfung einer „Preis-Mengen-Regelung“ ist weder nachvollziehbar noch sachgerecht. Für die meisten innovativen Arzneimittel erfolgen insbesondere durch Neuverhandlungen bereits mehrfach Preissenkungen. Bei der vorgeschlagenen Verordnungssteuerung von patentgeschützten Arzneimitteln über Selektivverträge hebt der Faktencheck hervor, dass dieser Vorschlag die ärztliche Therapiefreiheit und damit die Verfügbarkeit von Therapieoptionen einschränkt.


Weitere Information:

https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/gkv-finanzkommission-vfa-veroeffentlicht-faktencheck-zu-arzneimittel-und-diga-vorschlaegen-171807/

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