Pressemitteilung | Arbeitgeber Köln e.V.

11. Kölner Arbeitgebertag

(Köln) - Die ARBEITGEBER KÖLN verurteilen die Terroranschläge von Paris aufs Schärfste. Dies sei ein hinterhältiger Angriff auf die "freiheitliche und demokratische Gesellschaft - die Art, wie wir leben", erklärte Michael Jäger, Vorsitzender von ARBEITGEBER KÖLN, in seiner Eröffnungsrede anlässlich des heute stattfindenden Arbeitgebertages der ARBEITGEBER KÖLN. Zugleich sprach er den französischen Freunden, den Opfern und ihren Angehörigen sein tiefempfundenes Mitgefühl aus.

Nach seiner Überzeugung sei ein Festhalten an einer offenen, menschlichen und demokratischen Gesellschaft jetzt wichtiger denn je. Jeglicher Form von Hass, Radikalisierung und Fremdenfeindlichkeit müsse entschieden entgegengetreten werden, appellierte Jäger. Zugleich unterstrich er: "Unsere Demokratie muss sich wehrhaft gegen Angriffe von außen und innen zeigen."
Leider werde es sich - trotz Bitten seitens der Politik - nicht verhindern lassen, dass nach den Anschlägen in der Debatte der Bogen zu dem Thema Flüchtlinge geschlagen werde, so Jäger. Keineswegs dürfe dies aber dazu führen, dass Asylbewerber unter Generalverdacht gestellt würden. In der bürgerlichen Mitte sei bereits vor den Anschlägen eine kontroverse Diskussion rund um die Flüchtlingskrise entbrannt. Die Verantwortung hierfür sehe er bei der politischen Führung. So sei bis vor kurzem auch die Bundesregierung nicht in der Lage gewesen, mit einer Stimme zu sprechen und Lösungskonzepte anzubieten. "Jetzt ist nicht die Zeit für parteipolitische Profilierungssucht.", mahnte Jäger in diesem Zusammenhang. Über die ungelöste Flüchtlingsfrage sei Verunsicherung in der Bevölkerung entstanden, das Gefühl von Sicherheit sei jedoch elementar für die demokratische Werteordnung.

Er folgere daraus, dass die Sicherheitssysteme der Situation entsprechend gestärkt werden müssten, anstatt in Frage gestellt zu werden. Zudem forderte er, die Willkommenskultur Deutschlands in geordneten Bahnen zu organisieren. Flüchtlinge müssten sich frühzeitig registrieren lassen, weiter müsste der Staat jederzeit Kenntnis über den jeweiligen Wohnsitz haben. Dies sei schließlich auch für deutsche Bürger selbstverständlich.

Weiter betonte er: "Ich meine, dass wir Deutschen als alternde und schrumpfende Gesellschaft von der Zuwanderung profitieren können. Vor der Dividende steht allerdings eine gewaltige Kraftanstrengung, bei der wir als Gesamtgesellschaft gefragt sind."

Ein Höhepunkt des diesjährigen Arbeitgebertages war die Rede von Alexander Graf Lambsdorff MdEP, Vize-Präsident des Europäischen Parlamentes, zu dem Thema "Griechenland, Flüchtlinge, Brexit - wie kommt Europa aus der Krise". Daran anknüpfend beschäftigte sich Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Professor em. für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr München, mit dem Thema "Weltkonflikte der Gegenwart - Frieden durch Föderalismus".

Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitgeber Köln e.V. Pressestelle Herwarthstr. 18-20, 50672 Köln Telefon: (0221) 57904-0, Fax: (0221) 57904-22

(dw)

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