Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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114. Marburger Bund Hauptversammlung / Marburger Bund fordert höheres Gehalt für forschende Ärzte

(Berlin) - Am zweiten Tag seiner 114. Hauptversammlung hat der Marburger Bund (MB) mehr Anerkennung und höhere Tarife für die in der Forschung tätigen Universitätsärzte gefordert. Einstimmig fassten die 203 Delegierten einen Beschluss, in dem die Ausdehnung tarifvertraglicher Regelungen auf alle Ärztinnen und Ärzte an den medizinischen Fakultäten und Universitätskliniken verlangt wird. Hintergrund sei die Weigerung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), überwiegend in der Forschung tätige Universitätsärzte in den Geltungsbereich des arztspezifischen Tarifvertrages aufzunehmen. „Wenn man Ärztinnen und Ärzten das jährliche Einkommen um bis zu 30.000 Euro reduziert, weil sie in der Forschung tätig werden, muss man sich nicht wundern, dass die klinische Forschung in Deutschland nach und nach austrocknet“, erklärte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke.

Um in Zeiten eines massiven Ärztemangels überhaupt noch qualifizierten Nachwuchs für die Wissenschaft gewinnen zu können, müsse eine leistungsgerechte und international wettbewerbsfähige Besoldungsstruktur für forschende Ärzte eingeführt werden, forderte der Marburger Bund, der mit rund 108 000 Mitgliedern Europas größte Ärzteorganisation ist. Zudem müsse die Forschungstätigkeit von Ärztinnen gezielt gefördert werden, da derzeit lediglich 20 Prozent der medizinischen Habilitationen von Ärztinnen erbracht würden. Gefordert werden in dem Beschluss spezielle Förderungs- und Mentoringprogramme sowie die Einführung von Kinderkrippen in Kliniken.

Darüber hinaus müssten wie in anderen europäischen Ländern üblich, Zeiten in der klinischen Forschung mindestens teilweise und unter bestimmten Voraussetzungen auf die Weiterbildung angerechnet werden. Besonders wichtig erachten es die 203 MB-Delegierten, Forschungsinteresse bereits während des Medizinstudiums zu wecken und zu fördern. Hierfür sollten Methodenkurse und Kurse in „Evidence-Based-Medicine“ sowie qualifizierte Promotionsthemen angeboten werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Athanasios Drougias, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

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