Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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115. Marburger Bund Hauptversammlung / Keine Rationierung medizinischer Leistungen

(Mainz) - Auf seiner 115. Hauptversammlung am 16. und 17. Mai 2009 in Niedernhausen bei Wiesbaden hat der Ärzteverband Marburger Bund (MB) eine zunehmende Rationierung medizinischer Leistungen kritisiert und eine offene Debatte über die Leistungsmöglichkeiten des Gesundheitswesens gefordert. "Leistungseinschränkungen resultieren dann, wenn die Finanzierung des Gesundheitssystems nicht mit den medizinischen Möglichkeiten Schritt hält. Wenn es nicht mehr möglich ist, das Leistungsversprechen finanziell abzusichern, dann muss offen entschieden werden, welche Leistungen auf jeden Fall erbracht und bezahlt werden und welche nur dann, wenn das Geld reicht", erklärte der 1. Vorsitzende des MB, Rudolf Henke.

"Ärzte wollen keine Rationierung, sie wollen, dass jeder Patient den Zugang zu allen gesundheitlichen Leistungen hat, die er braucht", so Henke. Aufgrund der jahrelangen Budgetierung der Gesundheitsausgaben sei man mittlerweile an einen Punkt gelangt, an dem man die Bevölkerung darüber aufklären müsse, dass nicht alles medizinisch Machbare finanzierbar sei. Jeder Versicherte müsse wissen, welche Leistungen durch die Krankenkassen abgedeckt seien und wofür er zusätzlich sorgen müsse, heißt es in einem Beschluss der 204 Delegierten des Marburger Bundes.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Athanasios Drougias, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

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