120 TWh Energieeinsparung in der Wohnungswirtschaft bis 2015 durch Wärmecontracting möglich / ESCO Forum fordert Anhebung der Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung auf 40.000 Stunden
(Hannover/Frankfurt am Main) - Wir begrüßen ausdrücklich die gesetzgeberische Initiative in Deutschland, die auch sehr kosteneffiziente Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zu fördern mit dem Ziel der Verdopplung des Stromanteils aus KWK auf 25 Prozent, kommentiert Dr. Jobst Klien, Vorsitzender des ESCO Forum im ZVEI, die Novellierung des Gesetzes zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG).
Die Energiedienstleister im ESCO Forum hätten aber erhebliche Zweifel, dass der vorliegende Entwurf die Zielsetzung erfüllen könne. Klien erläutert: Der wichtigste Grund ist, dass durchschnittliche KWK-Projekte die Rentabilitätsgrenze frühestens bei einer Erhöhung der Förderdauer von 30.000 auf 40.000 Vollbenutzungsstunden und einem Verzicht auf die zusätzliche Degression von 0,2 Cent/kWh für Strom zur Eigenversorgung erreichen. Ohne diese Maßnahmen sei der erforderliche Anstieg bei KWK-Investitionen nicht zu erwarten. Hintergrund dieser Bewertung seien Beispielrechnungen an Hand realer KWK-Anlagen aus dem Bestand der Mitglieder des ESCO Forum.
Zur Auflösung des so genannten Investor-Nutzer-Dilemmas in der Wohnungswirtschaft und damit zur Hebung eines Energieeinsparpotenzials von 120 TWh bis zum Jahr 2015 erklärt Klien: Ein Weg dazu ist, zunächst Chancengleichheit zwischen Eigenversorgung und Energiedienstleistung herzustellen. Der Übergang von der Eigenversorgung durch den Vermieter zur Energiedienstleistung durch den Contractor ist jedenfalls zweifelsfrei ohne ausdrückliche Mieterzustimmung zuzulassen, wenn dabei der Mieter nicht schlechter gestellt wird als bei einer Lösung in Eigenregie nach heutiger Rechtslage.
Modernisierungsinvestitionen in eine Eigenversorgung durch den Vermieter bleiben zurzeit häufig aus, da die daraus resultierenden Energieeinsparungen ausschließlich dem Mieter zugute kommen.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
Pressestelle
Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- ZVEI: 2018 Produktionsplus drei Prozent für Elektroindustrie / Fachkräftemangel derzeit größte Herausforderung / Klimaschutz eröffnet Chancen für die Industrie und den Standort
- Gute Geschäftslage und viel Optimismus bei der bayerischen Elektroindustrie
- Sozialpartner in der Metall- und Elektro-Industrie analysieren Berufsbilder und Qualifizierungsbedarf für Industrie 4.0
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

