2008 droht historischer Tiefpunkt Baufertigstellungen
(Berlin) - Angesichts des Einbruchs im Wohnungsneubau befürchtet der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW) negative Folgen für den Wohnungsmarkt. Der Wohnungsneubau bliebt eine Schwachstelle der Immobilienbranche. Die Baufertigstellungen haben 2007 einen historischen Tiefpunkt erreicht, der sich 2008 angesichts der rückläufigen Genehmigungsquoten 2007 von rund einem Viertel gegenüber dem Vorjahr noch verstärken wird, sagte BFW-Präsident Walter Rasch angesichts der gestern (25. Juni 2008) vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Baufertigstellungen 2007.
Laut Statistischem Bundesamt lag der Rückgang bei fertig gestellten Einfamilienhäusern bei 18,7 Prozent, bei Zweifamilienhäusern bei 10,8 Prozent und bei Mehrfamilienhäusern bei 14 Prozent. Angesichts der weiterhin stark steigenden Neubaupreise und gleichzeitig stagnierender Baugenehmigungen sieht der BFW den Wohnungsmarkt trotz guter Gesamtkonjunktur weiterhin in einer kritischen Lage.
Die starken Fertigstellungsrückgänge sind eine hausgemachte Misere der Bundesregierung. Die Abschaffung der Eigenheimzulage und der degressiven AfA sowie die Mehrwertsteuererhöhung sind Bremsklötze des Wohnungsneubaus, so Rasch. Er wies zudem auf die steigenden Belastungen, etwa durch den Einbau modernster Anlagen- und Heiztechnik infolge der schärferen Energieeinsparvorgaben hin, die in Zukunft weitere Kostentreiber sein werden.
Rasch bekräftigte die Forderung des BFW, für den Wohnungsneubau zusätzliche Investitionsimpulse auszulösen. Die Einbeziehung der Immobilie in die Riester-Förderung ist ein erstes wichtiges Signal. Jedoch müssen jetzt weitere folgen. Denkbar wäre eine Wiederbelebung der degressive AfA für den Mietwohnungsbau in Wachstumsregionen und für das energetische Bauen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW)
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