25.000 zusätzliche, preisgünstige Wohnheimplätze
(Bremen/Berlin) - Deutsches Studentenwerk (DSW) fordert Bund-Länder-Programm / DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: "Nur mit öffentlicher Förderung sind bezahlbare Mieten bei Neubauten möglich" / DSW warnt vor erneuten Engpässen zum Wintersemester 2013/2014 / Meyer auf der Heyde: "Bund muss seine Blockadehaltung aufgeben" / Jahrestreffen der Wohnheim-Verantwortlichen in Bremen
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) befürchtet für das kommende Wintersemester 2013/2014 erneut Engpässe an bezahlbarem Wohnraum für die Studierenden und bekräftigt seine Forderung an Bund und Länder, gemeinsam ein Sonderprogramm für 25.000 zusätzliche, preisgünstige Wohnheimplätze aufzulegen.
Zum Auftakt des Jahrestreffens der Wohnheim-Verantwortlichen aus den 58 Studentenwerken sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: "Gerade in den Großstädten und Ballungszentren wird es für die Studierenden im kommenden Wintersemester extrem schwierig werden, eine preisgünstige Bleibe zu bekommen."
Meyer auf der Heyde: "Wir benötigen dringend 25.000 zusätzliche, preisgünstige, öffentlich geförderte Wohnheimplätze für Studierende, und wir benötigen diese Plätze rasch. Darin bestätigt uns auch der Bundesbauminister, der Anfang Juni 2013 zu einem zweiten 'Runden Tisch' zum studentischen Wohnen einlädt", so Meyer auf der Heyde.
Meyer auf der Heyde bezeichnet es als "Kardinalfehler", dass über die - gerade erst erhöhten - gemeinsamen Hochschulpakte von Bund und Ländern zwar zusätzliche Studienplätze geschaffen werden, parallel aber die soziale Infrastruktur des Studiums nicht mitgestärkt wird. "Es kann nicht sein, dass Bund und Länder gemeinsam die Studienplatz-Kapazitäten ausbauen, aber nicht die Wohnheimkapazitäten", kritisiert er.
Ein Bund-Länder-Programm wie in den 1990er Jahren sei dringend nötig, erklärt der DSW-Generalsekretär. "Der Bund muss seine bisherige Blockadehaltung aufgeben und gemeinsam mit den Ländern wieder ein solches Programm auflegen", fordert er.
Die Gesamtzahl von rund 230.000 öffentlich geförderten Wohnheimplätzen habe sich nach den gemeinsamen Bund-Länder-Förderprogramme in den 1990er Jahren nicht wesentlich erhöht. "Aber die Studierendenzahlen sind seitdem förmlich explodiert", kommentiert Meyer auf der Heyde, "1999 gab es rund 1,7 Millionen Studierende, heute sind es 2,5 Millionen."
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