60 Jahre DEGAM - die Allgemeinmedizin feiert
(Berlin) - Genau vor 60 Jahren, am 12. Februar 1966, wurde die DEGAM als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die Allgemeinmedizin in Bad Godesberg gegründet. Damals war an eine eigenständige allgemeinmedizinische Disziplin nicht zu denken. Heute ist die Allgemeinmedizin universitär breit aufgestellt und zu einem intensiv forschenden Fach geworden. An dieser Entwicklung hat die DEGAM einen ganz wesentlichen Anteil. „Die Allgemeinmedizin ist angekommen: an den Fakultäten, im Fächerkanon der Weiterbildungsordnungen, in wichtigen Fachpublikationen, auch im Fokus der gesundheitspolitischen Wahrnehmung. Darauf sind wir stolz“, fasst Prof. Eva Hummers, Präsidentin der DEGAM, zusammen.
Jung und dynamisch
„Gleichzeitig feiern wir, dass sich das Berufsbild des Hausarztes oder der Hausärztin sehr dynamisch entwickelt hat – und damit auch das Profil unserer Fachgesellschaft“, ergänzt Vizepräsidentin Prof. Jutta Bleidorn. Auch für Prof. Marco Roos, ebenfalls Vizepräsident der DEGAM, sind 60 Jahre höchstens der Anfang: „60 Jahre sind für eine Fachgesellschaft jung. Dazu passt gut, dass wir aktuell den größten Zuwachs bei jungen Mitgliedern haben, also vor allem bei Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung. Darüber freuen wir uns sehr.“
Wachstum und breites Aufgabenspektrum
Allgemeinmedizin und DEGAM sind zusammen groß geworden. Waren es in den Anfangsjahren noch einige Hundert Mitglieder, vertritt die DEGAM heute die Interessen von über 9.000 Mitgliedern. Was sich in all den Jahren nicht geändert hat, ist die feste Überzeugung der DEGAM, dass Unabhängigkeit im Denken und Handeln zentral ist: Bis heute ist die DEGAM eine der wenigen medizinischen Fachgesellschaften, deren Arbeit zu 100 Prozent frei von Zuwendungen der Pharmaindustrie ist.
Auch thematisch und strukturell ist die Fachgesellschaft gewachsen. Heute engagieren sich die Mitglieder der DEGAM in neun Sektionen und zahlreichen Arbeitsgruppen und -kreisen für Themen wie Aus-, Fort- und Weiterbildung, Forschung, Praxisfragen, Digitalisierung sowie Klimawandel. Weitere Beispiele für das wachsende Aufgabenspektrum der DEGAM: Ausbau der Fachzeitschrift Zeitschrift für Allgemeinmedizin, Weiterentwicklung der Fachdefinition Allgemeinmedizin, Aufbau einer Bundesgeschäftsstelle in Berlin.
Eine starke Stimme für die Allgemeinmedizin
Der Wissenstransfer in die hausärztliche Praxis wurde ebenfalls intensiviert: Eines der Herzstücke der DEGAM war und ist Erstellung hochwertiger und zugleich praxiserprobter Leitlinien für die hausärztliche Praxis. Bis heute ist die DEGAM die Fachgesellschaft mit den meisten eigenen Leitlinien – und leistet sich dafür sogar eine eigene Geschäftsstelle in Dresden.
Auch die Aufgabe, die Allgemeinmedizin durch eine moderne professionelle Kommunikation (reichweitenstarke Podcasts, Social Media etc.) besser wahrnehmbar zu machen, wurde über die Jahre beständig weiterentwickelt. „Wir sind politischer geworden, wir mischen uns ein, wir geben der Allgemeinmedizin eine Stimme, die immer besser gehört wird“, so Eva Hummers abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
DEGAM - Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V., Natascha Hövener, Pressesprecher(in), Schumannstr. 9, 10117 Berlin, Telefon: 030 20 966 98 00
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