Pressemitteilung | Deutsches Rotes Kreuz e.V. (DRK)

70. Jahrestag Hiroshima: Rotes Kreuz mahnt zu Verzicht auf Einsatz von Nuklearwaffen

(Berlin) - Das Deutsche Rote Kreuz fordert gemeinsam mit der gesamten Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung die Staatengemeinschaft eindringlich zum völligen Verzicht auf den Einsatz von Nuklearwaffen auf. "Staaten sollten schnellstmöglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um ein rechtlich bindendes internationales Einsatzverbot zu erreichen, das auf den bestehenden internationalen Verpflichtungen basiert. Es ist an der Zeit, die Ära der Nuklearwaffen zu beenden", sagt DRK-Präsident Rudolf Seiters mit Blick auf den 70. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki am 6. bzw. 9. August 1945.

Mitarbeiter der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zählten zu den ersten, die damals vor Ort waren, um Hilfe zu leisten und die verheerenden Auswirkungen des Bombenabwurfs miterlebten. Mehr als 300.000 Menschen starben sofort oder an den Folgen der Abwürfe.

Seit nunmehr 70 Jahren ruft die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung dazu auf, Atomwaffen abzuschaffen. Auf internationaler Ebene, wie beispielsweise auch bei der jüngsten Überprüfungskonferenz zum Nuklearen Nichtverbreitungsvertrag (Atomwaffensperrvertrag) im April dieses Jahres in New York, gelang bisher kein Durchbruch in der nuklearen Abrüstung.

"Auf die unmittelbaren und die Langzeitfolgen eines Einsatzes von Nuklearwaffen angemessen zu reagieren, übersteigt die Möglichkeiten der Internationalen Gemeinschaft bei Weitem. Die katastrophalen humanitären Folgen einer Nuklearwaffenexplosion können nicht ignoriert werden", mahnt Seiters. Um die Menschheit vor diesen Folgen zu bewahren, bedarf es Courage, anhaltenden Einsatzes und gemeinsamen Handelns. Die heutige komplexe Sicherheitslage macht sowohl die Notwendigkeit als auch die Herausforderungen eines gemeinsamen Handelns deutlich.

Staaten sollten das unmittelbare Risiko einer beabsichtigten oder versehentlichen nuklearen Explosion weiter eindämmen und so das daraus folgende menschliche Leid vermindern.


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Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Rotes Kreuz e.V. (DRK), Generalsekretariat Dr. Dieter Schütz, Pressesprecher Carstennstr. 58, 12205 Berlin Telefon: (030) 85404-0, Fax: (030) 85404-450

(cl)

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