Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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93,5 Prozent der Ärzte für Streiks bei der Deutschen Rentenversicherung

(Berlin) - Mit einer klaren Mehrheit von 93,5 Prozent haben sich die Ärzte der Deutschen Rentenversicherung (DRV) bei der fünftätigen (19. - 23. Januar) Urabstimmung des Marburger Bundes (MB) für Streiks ausgesprochen. "Das Ergebnis der Urabstimmung ist ein deutliches Signal der Ärzte, die nicht länger bereit sind, schlechte Arbeits- und Einkommensbedingungen tatenlos zu ertragen", erklärte der 2. Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Andreas Botzlar. Zeitnah werde die Tarifkommission der Ärztegewerkschaft in Abstimmung mit den Ärztesprechern der DRV-Häuser über die Umsetzung von Streikmaßnahmen beraten.

Seit über einem Jahr fordert der Marburger Bund vergeblich die Deutsche Rentenversicherung zu Tarifverhandlungen für die rund 2000 Ärztinnen und Ärzte auf. Botzlar: "Das Maß ist voll. Zu den uneinheitlichen Tarifbedingungen, der schlechten Arbeitssituation, dem akuten Personalmangel und der zunehmenden Arbeitsbelastung kommt nun noch die sture Haltung der DRV, die sich krampfhaft weigert, anständige Arbeitsbedingungen zu tarifieren. Wer eine Lösung der Probleme am Verhandlungstisch ablehnt, fordert Arbeitskampfmaßnahmen geradezu heraus."

Ärzte der DRV, zu der die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Tarifgemeinschaft der Deutschen Rentenversicherung und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See gehören, bearbeiten in den Verwaltungsstellen Versichertenanträge auf Erwerbsminderungsrente und Reha-Maßnahmen. In den bundesweit rund 100 Kliniken versorgen die Mediziner Patienten mit schweren und chronischen Erkrankungen. Botzlar wies darauf hin, dass bei den anstehenden Streiks kein Patient zu Schaden kommen werde. Hingegen sei in den sozialmedizinischen Diensten bei der Bearbeitung von Versichertenanträgen auf Reha-Maßnahmen und Erwerbsminderungsrenten mit Verzögerungen zu rechnen. Von Streikaktionen würden die Akutkliniken der DRV-Knappschaft Bahn See ausgenommen bleiben, da für diesen Bereich bereits ein arztspezifischer Tarifvertrag abgeschlossen wurde.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Athanasios Drougias, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

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