Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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Ärztinnen und Ärzte stimmen für den arztspezifischen Tarifvertrag an kommunalen Krankenhäusern

(Berlin) - Eine große Mehrheit der beim Marburger Bund (MB) organisierten Krankenhausärzte hat sich für die Annahme der zwischen der Ärztegewerkschaft und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände am 17. August erzielten Tarifeinigung ausgesprochen. Bei der Urabstimmung votierten 87 Prozent der Mediziner für die Annahme des ersten arztspezifischen Tarifvertrages der 700 kommunalen Krankenhäuser. Der Tarifeinigung waren monatelange Verhandlungen und ein achtwöchiger Ärzte-Streik in den Krankenhäusern vorausgegangen. Der Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Frank Ulrich Montgomery, bezeichnete den Tarifabschluss als richtungweisend.

Montgomery: "Der erste arztspezifische Tarifvertrag an kommunalen Kranken-häusern ist eine einschneidende Weichenstellung, die gemeinsam mit dem zuvor abgeschlossenen Ärzte-Tarifvertrag der Universitätskliniken die Tariflandschaft und die Gewerkschaftsphilosophie in Deutschland neu definieren wird." Die Zeiten branchenüberlagernder Tarifverträge, in denen die Bedürfnisse einzelner Berufsgruppen nivelliert würden, seien vorbei. Der Marburger Bund habe als schlagkräftige Spezialistengewerkschaft althergebrachte Tarifrituale durchbrochen. Montgomery zeigte sich davon überzeugt, dass weitere Berufsgruppen aus dem Tarifkorsett der Einheitsgewerkschaft Verdi ausbrechen und dem Beispiel des Marburger Bundes folgen werden.

"Das wichtigste Signal, das vom Ärzte-Tarifvertrag ausgeht, ist ein vollkommen neues Selbstvertrauen der Ärzte", so Montgomery. Dieser eigenständige Tarifvertrag sei Symbol für eine Neubewertung ärztlicher Tätigkeit, für die die Mediziner zur Not auch auf die Straße gingen. Für ihn stehe außer Frage, dass nun auch die Arbeitgeber der freigemeinnützigen und privaten Kliniken sich nicht den Sogwirkungen des neuen ärztlichen Selbstbewusstseins entziehen könnten. Montgomery: "Ich fordere die Kirche, die freie Wohlfahrtspflege und die Privatkliniken auf, gemeinsam mit uns arztspezifische Tarifverträge zu vereinbaren."

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Athanasios Drougias, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 7468460, Telefax: (030) 74684616

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