Pressemitteilung | Bundesverband der Freien Berufe e.V. (BFB)

Agenda 2010: BFB lehnt geplante Ausbildungsplatzabgabe ab

(Berlin) - Noch im April hat die Bundesregierung der Ausbildungsplatzabgabe eine klare Absage erteilt. "Dass sie dieses Instrument jetzt schon wieder hervor holt, trägt zur weiteren Verunsicherung der Wirtschaft bei", erklärt Dr. Ulrich Oesingmann, Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB).

Mit der Androhung von Zwangsgeldern torpediert die Regierung zudem ihre erst kürzlich gestartete Ausbildungsplatzoffensive. "Ärzte, Anwälte und Architekten werden sich dreimal überlegen, ob Sie jetzt noch Auszubildende aufnehmen, wenn sie den nächsten Vertragsabschluss quasi vorgeschrieben bekommen", so Oesingmann weiter. "Andere Freiberufler, wie zum Beispiel Steuerberater, suchen händeringend nach qualifiziertem Nachwuchs. Diese würden durch eine Ausbildungsplatzabgabe doppelt gestraft."

Traditionell bilden die Angehörigen der Freien Berufe über Bedarf aus. Nach Industrie und Handel sowie dem Handwerk bieten sie die drittgrößte Zahl an Lehrstellen an. Insgesamt beschäftigen sie derzeit rund 156 Tausend Auszubildende. "Die beste Methode für die Regierung, diese Zahl noch zu steigern, ist eine mittelstandsfreundliche Politik", so der BFB-Präsident.

Zwangsabgaben in dubiose Ausbildungsfonds, aber auch gezielt freiberuflerfeindliche Maßnahmen - wie etwa die geplante Ausweitung der Gewerbesteuer, Sondersparopfer der Apotheker oder die Abschaffung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure - gefährden dagegen Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Der BFB als Spitzenorganisation der freiberuflichen Kammern und Verbände vertritt rund 785 Tausend Freiberufler. Diese beschäftigen über zwei Millionen Mitarbeiter und erwirtschaften annähernd neun Prozent des Bruttoinlandproduktes.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Freien Berufe (BFB) Reinhardtstr. 34, 10117 Berlin Telefon: 030/2844440, Telefax: 030/28444440

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