Agrar-Gesundheits-Check braucht Gesundheitsschutz
(Frankfurt am Main) - Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert die Europäische Kommission auf, im Rahmen der Reform der EU- Agrarpolitik den Arbeits- und Gesundheitsschutz in der europäischen Landwirtschaft zu stärken. Gestern legte die Kommission ihre Legislativvorschläge vor, die die IG BAU grundsätzlich begrüßt.
Die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) müssen dringend konkretisiert werden. Tausende von Arbeitsunfällen jährlich machen deutlich, dass soziale Kriterien Teil der sog. Cross Compliance sein müssen, sagt Hans-Joachim-Wilms, stellvertretender Vorsitzender der IG BAU. Cross Compliance beschränkt sich bisher darauf, dass Agrarsubventionen an die Einhaltung von Qualitätsstandards in den Bereichen Umweltschutz, Tierschutz und Lebensmittelqualität gebunden ist.
Zu den sozialen Kriterien gehöre der Arbeits- und Gesundheitsschutz. Um diesen auch auf europäischer Ebene zu gewährleisten, seien folgende Elemente in die Reform zu integrieren, die längst in europäischen Richtlinien enthalten sind: die Verfügbarkeit der Erste-Hilfe-Ausrüstung und der persönlichen Schutzausrüstung (wie Anzug, Handschuhe, Maske, Gehörschutz). Die betriebliche Schulungs- und Unterweisungssituation müsse ebenso geprüft werden wie die in den Betrieben vorhandenen Risikoanalysen bzw. Gefährdungsbeurteilungen.
Die Europäische Kommission unterzieht die Gemeinsame Agrarpolitik der Mitgliedstaaten derzeit einem Gesundheits-Check. Dieser sieht unter anderem die teilweise Abschaffung der Flächenstilllegung, eine schrittweise Anhebung der Milchquoten und die Anpassung von Qualitätsstandards vor.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Pressesprecherin
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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