Pressemitteilung | Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA)
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Aktionsplan für sichere Arzneimitteltherapien: Chancen von ePA und KI nutzen!

(Berlin) - Das Bundesgesundheitsministerium hat gestern den Aktionsplan 2026-2029 zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) veröffentlicht. Sein Ziel ist es, die Sicherheit von Patientinnen und Patienten bei der Behandlung mit Medikamenten weiter zu erhöhen. Dazu gehört, Dosierungen zu optimieren und Wechselwirkungen durch ungeeignete Kombinationen zu verhindern oder rasch zu erkennen.

Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) begrüßt den Aktionsplan als Impuls für mehr Therapiesicherheit. So könne der vorgesehene Ausbau der interdisziplinären Zusammenarbeit und der Therapiesicherheits-Kompetenz des medizinischen und pharmazeutischen Personals zu weniger Klinikeinweisungen führen, was Patientinnen und Patienten und auch der Finanzsituation des Gesundheitswesens zugute kommen kann. Allerdings sollte regelhaft evaluiert werden, wie effizient diese Programme sind.

Zugleich betont der vfa: Ohne ein schlüssiges Gesamtkonzept werden die zahlreichen Einzelmaßnahmen nicht ihr volles Potenzial entfalten. Und: Der Aktionsplan erwähnt zwar flüchtig die Möglichkeit, aus digitalen Medikationsdaten automatisch Sicherheitshinweise abzuleiten, konkretisiert diesen Ansatz dann jedoch nicht weiter.

Dazu sagt Dennis Geisthardt, Leiter des digital.hub im vfa: „Die nächste Ebene der Sicherheit in der Arzneimitteltherapie erreichen wir erst, wenn die elektronische Patientenakte zur strukturierten Medikationszentrale wird. Dort müssen alle relevanten Informationen qualitätsgesichert zusammengeführt und mithilfe von Künstlicher Intelligenz ausgewertet gemacht werden. So können Risiken frühzeitig erkannt und die Verordnenden darüber informiert werden. Das wird die Versorgung spürbar verbessern.“ Sein Fazit: „Angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels müssen wir die Potenziale der ePA konsequent nutzen und ihre KI-Readiness tatsächlich herstellen, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten nicht nur zu erhalten, sondern sogar weiter zu verbessern.“

Darauf hinzuarbeiten, könnte zu einer Priorität für den im Aktionsplan vorgesehenen neuen Expertenkreis "Jour Fixe dgMP" werden.
Weitere Informationen:

* Aktionsplan AMTS 2026-2029 des Bundesgesundheitsministeriums vom 01.04.2026:
www.bundesgesundheitsministerium.de/Aktionsplan_AMTS_2026-2029.pdf
* Impulspapier des vfa zur Arzneimitteltherapiesicherheit:
www.vfa.de/amts-impulspapier-epa-ki
* Wie man Nebenwirkungen melden kann:
www.vfa.de/nebenwirkungen-melden

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA), Rolf Hömke, Wirtschaftspresse, Charlottenstr. 59, 10117 Berlin, Telefon: 030 206040

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