Allianz pro Schiene, Friends of the Earth, EAC und ETF: Keine Mega Trucks auf Europas Straßen
(Berlin/Brüssel) - Gegen die Zulassung von Riesen-Lkw in Europa haben die Allianz pro Schiene, die Umweltorganisation Friends of the Earth Europe, die European Automobile Clubs (EAC) und die European Transport Workers´ Federation (ETF) eine gemeinsame Kampagne gestartet. Auf der Informationsplattform NO MEGA TRUCKS unterstützen sie ab sofort Verbände und Organisationen in ganz Europa bei der Vernetzung im Kampf gegen die bis zu 25 Meter langen und bis zu 60 Tonnen schweren Fahrzeuge. Die neue Website bietet Hintergrundinformationen sowie einen Überblick über die zahlreichen Verbände und Organisationen, die gegen Monstertrucks auf europäischen Straßen vorgehen wollen. Zum Kampagnenstart haben sich 41 Organisationen aus neun Ländern, die insgesamt zehn Millionen Einzelmitglieder repräsentieren, auf www.nomegatrucks.eu eingetragen. Wir müssen in Europa Netzwerke bilden, um den EU-Entscheidern zu zeigen, dass Mega Trucks Mega-Unsinn sind. Die Menschen wollen keine Riesen-Lkw in Europa, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene anlässlich des Kampagnenstarts.
Die EU-Kommission will am 10. Juli in Brüssel eine Studie zur Anhebung der erlaubten Maße und Gewichte bei Lkw vorstellen. Die meisten Bürger in Deutschland unterliegen dem Irrglauben, dass das Thema vom Tisch ist", sagte Flege. Wenn wir nicht aufpassen, kommen die Fahrzeuge durch die europäische Hintertür auf unsere Straßen. Das müssen wir verhindern, da Monstertrucks eine große Gefahr für Mensch und Umwelt sind."
Der europäische Umweltschutz-Dachverband Friends of the Earth Europe, der mehr als 30 nationale europäische Umweltschutzorganisationen repräsentiert, gehört insbesondere aus Klimaschutzgründen zu den Mit-Initiatoren. Eine europaweite Zulassung von Mega Trucks gefährdet die Klimaziele der Europäischen Union", sagte Sonja Meister, Koordinatorin für Klima- und Energiepolitik bei Friends of the Earth Europe. Anders als von den Befürwortern behauptet bewirken Riesen-Lkw mehr Verkehr auf der Straße, mehr CO2, mehr Luftschadstoffe und mehr Lärm. Das ist umwelt- und verkehrspolitisch nicht zu verantworten. Für den Klimaschutz brauchen wir eine massive Verkehrsverlagerung auf die Schiene, denn der Straßentransport ist pro Tonnenkilometer dreimal energieaufwändiger als der Schienenverkehr."
Matthias Knobloch, Geschäftsführer des Autoclub-Verbundes EAC, hob hervor, dass Autofahrer in ganz Europa durch Riesen-Lkw gefährdet werden. Durch längere Überholvorgänge und gefährliche Spurüberschreitungen beim Abbiegen ist das Unfallrisiko bei Gigalinern deutlich höher als beim normalen Lkw. Das ist vollkommen inakzeptabel. Bereits heute ist die Gefahr, bei einem Straßenverkehrsunfall tödlich zu verunglücken, doppelt so hoch, wenn ein Lkw beteiligt ist."
Auch die europäischen Transportarbeiter-Gewerkschaften positionieren sich mit NO MEGA TRUCKS deutlich. ETF-Präsident Wilhelm Haberzettl: Wir unterstützen die Kampagne, weil die Zulassung von Mega Trucks Lkw-Fahrern noch mehr Arbeitsbelastung und ein höheres Unfallrisiko aufbürden würde. Das ist unzumutbar. Außerdem würden Gütertransporte von der Schiene auf die Straße gezogen. Das gefährdet Tausende von Arbeitsplätzen im Schienengüterverkehr und ist definitv kein Beitrag zum Klimaschutz."
Mehr Informationen zur EU-weiten Anti-Monstertruck-Kampagne finden Sie auf http://www.nomegatrucks.eu/.
Quelle und Kontaktadresse:
Allianz pro Schiene e.V.
Maren Herbst, Pressesprecherin
Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin
Telefon: (030) 2462599-0, Telefax: (030) 2462599-29
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