Allianz soziale Verantwortungslosigkeit vorgeworfen / ver.di fordert Politik zum Eingreifen auf - Kündigungsverbot
(Berlin) - Unerträgliche soziale Verantwortungslosigkeit wirft ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong dem Allianz-Vorstandsvorsitzenden Michael Diekmann vor. Grund sind die für 2006 angekündigten Gewinne des Versicherungskonzerns in Höhe von 5,5 bis sechs Milliarden Euro bei gleichzeitigem Abbau von 7500 Vollzeitstellen. Während die Gewinne der Allianz von Rekord zu Rekord eilen, soll mehr als 10.000 Menschen die Existenzgrundlage entzogen werden, kritisierte Foullong. Diese Woche kündigte der Versicherungskonzern einen weiteren Stellenabbau von 600 Stellen bei der IT-Tochter AGIS an. Die Alli-anz konnte bereits 2005 einen Rekordgewinn von 4,4 Mrd. Euro verbuchen.
Es ist an der Zeit, dass die Politik eingreift, sagte Foullong. Angesichts des schamlosen Vorgehens der Allianz gegen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist ein gesetzliches Kündigungsverbot für Unternehmen mit hohen Gewinnen angebracht, erklärte der Gewerkschafter.
Ein aktuelles Schreiben des Allianz-Vorstandsvorsitzenden Diekmann an die Beschäftigten nannte Foullong zynisch. Wörtlich heißt es dort: Natürlich greift der Abbau von Arbeitsplätzen und die Schließung von Standorten tief in die Lebensplanung unserer Mitarbeiter ein. Aber es gibt auch eine Veränderungschance für viele der Betroffenen.
Nach Auffassung von Foullong ist dieses ein neuer Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Dieser wird dazu führen, dass die Betroffenen sich mit weiteren Streiks und Aktionen wehren werden.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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