Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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Allianz-Versicherung: Aktion vor der Hauptversammlung für Beschäftigungs- und Standortgarantien

(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Beschäftigte der Allianz-Versicherung zu einer Flugblattaktion vor der morgen (07. Februar 2006) stattfindenden außerordentlichen Hauptversammlung in Düsseldorf aufgerufen. Mit der Aktion wollen ver.di und die Beschäftigten die Aktionäre der Allianz auffordern, ihren Einfluss auf den Vorstand geltend zu machen, um endlich Beschäftigungs- und Standortgarantien zu regeln.

„Die bisherige Weigerung des Vorstandes, diese längst überfälligen Regelungen zu treffen, hat zu erheblichen Unruhen in der Belegschaft geführt“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong. Es könne den Eigentümern nicht egal sein, wenn Mitarbeiter und auch Kunden das Unternehmen verließen.

Die Gründung einer Europäischen Aktiengesellschaft, die mit erheblichen Umstrukturierungen verbunden wäre, sei bereits vor fünf Monaten verkündet worden. Eine klare Zusage zur dauerhaften Beschäftigungs- und Standortsicherung, sei bisher jedoch nicht erfolgt. „Es ist ein unhaltbarer Zustand, die Beschäftigten in Unsicherheit und Angst zu lassen“, kritisierte der Gewerkschafter, „eine solche Personalpolitik hat es in der Allianz noch nicht gegeben.“

Foullong wies darauf hin, dass am 20. Februar Verhandlungen zwischen dem Vorstand sowie den Betriebsräten und ver.di aufgenommen würden. Spätestens diese Gelegenheit müsse die Geschäftsführung nutzen, um verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen. ver.di fordere Regelungen zum mehrjährigen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, Beschäftigungs- und Standortgarantien, Tarifbindung für alle Beschäftigten im Konzern sowie deutsche Qualitätsstandards für die Mitbestimmung in der neuen Europa AG.

„Wenn der Vorstand in den betrieblichen Verhandlungen keine akzeptablen Regelungen vereinbart, werden wir zu Haustarifverhandlungen übergehen“, erklärte Foullong. Die Wahl einer Haustarifkommission bereite ver.di derzeit vor.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand Harald Reutter, Pressesprecher Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956

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