Pressemitteilung | Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD)
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Altautos sind verkehrssicher / AvD gegen kürzere HU-Intervalle für ältere Fahrzeuge

(Frankfurt am Main) - Als unbegründet weist der Automobilclub von Deutschland Forderungen des TÜV Rheinland zurück, für Fahrzeuge, die älter als sieben Jahre sind, jährlich eine Hauptuntersuchung vorzuschreiben. TÜV-Vorstandschef Bruno Braun hatte dies damit begründet, dass sich ältere Autos mit zum Teil schwerwiegenden Mängeln zunehmend zu einem Sicherheitsrisiko entwickeln. Er fordert damit die Verkürzung noch zwei Jahre früher als die GTÜ, die anlässlich der IAA 2007 angeregt hatte nach neun Jahren die HU-Intervalle zu verkürzen. Die Forderung des TÜV-Rheinland lässt sich durch die Unfallstatistiken und -Analysen nicht belegen.

Aus den vorliegenden Informationen zu den Hauptuntersuchungen lassen sich keine Gründe ableiten, die diese Forderung eindeutig belegen. Im Gegenteil spricht nach AvD-Informationen die gute Unfallbilanz älterer Kraftfahrzeuge deutlich gegen eine Verkürzung der HU-Intervalle - ältere Autos sind kein Sicherheitsrisiko.

Bei Mängeln an der Beleuchtungsanlage ist derzeit sogar ein Trend zu erkennen, dass ältere Fahrzeuge bei Verkehrskontrollen besser abschneiden, als moderne Autos, bei denen der Ersatz von Lichtsystemen und Beleuchtungskörpern besser durch eine Werkstatt durchgeführt werden sollte. Das mag daran liegen, dass die Fahrer die Reparatur oft nicht am Tag des Defekteintritts vornehmen lassen.

Der AvD lehnt den erneuten Vorstoß des TÜV Rheinland auch deshalb ab, weil die Halter in zwölf Jahren dann anstatt 5 mal zukünftig 8 mal zur HU fahren müssten. In seiner Erklärung macht Vorstandschef Braune auch die eigentlichen Beweggründe deutlich, die im monetären Bereich liegen: Zum einen erhofft man sich Mehreinnahmen durch eine Erhöhung der der Prüfgebühren um drei bis vier Euro, denen der Bundestag bis heute nicht zugestimmt hat, zum anderen möchte man die Gewinnsituation erheblich verbessern, indem kürzere Prüfintervalle gefordert werden. Vor Preiserhöhungen fordert der AvD vom TÜV zunächst die volle Integration der Onboard-Systeme (OBD) in den Prüfrahmen, um den Fahrzeughaltern die versprochene Sicherheit auch gewährleisten zu können.

Quelle und Kontaktadresse:
Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD) Pressestelle Lyoner Str. 16, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 66060, Telefax: (069) 6606260

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