Pressemitteilung | Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng)
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Alternativlos? - Ausreden für fehlenden Reformwillen

(Ulm) - Explodierende Ausgaben dienen zur Rechtfertigung von Sparzwängen im Gesundheitswesen, die von den Regierenden als alternativlos hingestellt werden. Die rasant ansteigenden Lohnnebenkosten belasten die schwächelnde Wirtschaft und müssen ohne Rücksicht auf anderweitige Verluste zurückgefahren werden. Darunter leidet die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, die erhebliche Einschränkungen hinnehmen soll. „Wollen wir das so wirklich widerstandslos akzeptieren?“, fragt Dr. Ulrich Tappe, der Verbandschef der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte.

Ist das Prinzip der ausschließlich an den Einnahmen orientierten Ausgabenpolitik im Gesundheitswesen tragbar? Ist es ethisch vertretbar, die Orientierung am steigenden Versorgungsbedarf der älter werdenden Bevölkerung einfach außer Acht zu lassen? Genau diese Frage hat die Kassenärztliche Vereinigung in Bremen jetzt dem Deutschen Ethikrat vorgelegt. „Die ethischen Grenzen für Einschränkungen bei der Behandlung von schwer und chronisch erkrankten Menschen sowie bei Vorsorge und Früherkennung gehören auf den Prüfstand“, fordert auch Dr. Tappe.

In den Augen der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte ist es ein Skandal, wenn drastische Einschnitte im Gesundheitswesen als alternativlos dargestellt werden. „Davon kann überhaupt keine Rede sein“, betont Dr. Tappe. „Allein die Befreiung von versicherungsfremden Leistungen brächte dem System eine deutliche Entlastung. Weitere Entlastungen ergäben sich aus längst überfälligen Strukturreformen, die nicht in Angriff genommen, sondern auf die lange Bank geschoben werden. Es fehlt nicht an Alternativen, sondern an echtem Reformwillen!“

Der Berufsverband bng setzt sich dafür ein, dass das geplante Spargesetz im Bundestag in seiner jetzigen Form durchfällt, um den Weg für wirkliche Strukturreformen frei zu machen. „Dafür haben wir ein Tool entworfen, die es Patienten ermöglicht, ihre Bundestagsabgeordneten direkt zu kontaktieren und aufzufordern, keine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung zuzulassen. „Nutzen Sie unser Internetportal, um Ihren Abgeordneten aufzufordern, gegen dieses unsägliche Gesetz zu stimmen!“

Quelle und Kontaktadresse:
Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng), Holdergärten 13, 89081 Ulm, Telefon: 09421 88500

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