AML schreibt an Minister und Kommissare / Fahrzeuglogistiker fordern Aufhebung des Sektoralen Fahrverbotes
(Bonn) - Nach dem Deutschen Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV) hat nun auch der Verein Automobillogistik im BSL e.V. (AML) scharfe Kritik am sektoralen Fahrverbot in Tirol und der Ausdehnung des Nachtfahrverbotes auf umweltfreundliche Euro-4- und Euro-5-Lkw auf der Inntal-Autobahn A 12 geübt.
In einem Protestbrief an Bundesverkehrsminister Tiefensee sowie an den EU-Kommissions-vizepräsidenten Günter Verheugen und EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani kritisiert der Vorsitzende des Vereins Automobillogistik, Konrad Lehner, die Behinderung des freien Warenverkehrs in Europa und die Pläne der Tiroler Landesregierung, durch derlei restriktive Maßnahmen die Verlagerung von bestimmten Gütern auf die Schiene erzwingen zu wollen.
Ratlosigkeit herrscht bei den Automobillogistikern, die von der zweiten Stufe des sektoralen Fahrverbotes direkt betroffen sind. Denn die für den Fahrzeugtransport benötigten speziellen Bahnwaggons können derzeit nicht in ausreichender Menge von den österreichischen Bundesbahnen bereitgestellt werden. Um die allein von deutschen Fahrzeugspediteuren abgewickelten 25.000 Fahrten über den Brenner mit 175.000 transportierten Pkw zu ersetzen, wären 17.000 zusätzliche Fahrten mit doppelstöckigen Bahnwaggons erforderlich. Die sind nicht vorhanden, ebenso wie die benötigten Trassen.
Deshalb fordert der AML den Bundesverkehrsminister und die zuständigen Vertreter der EU-Kommission auf, hier unverzüglich zu intervenieren und sich für die Aufhebung des sektoralen Fahrverbotes in Tirol und das Nachtfahrverbot für die emissionsarmen Lkw 4 und 5 auf der Inntal-Autobahn A 12 einzusetzen. Denn ohne die Schaffung ausreichender Kapazitäten auf Seiten der Schiene bedeutet diese EU-feindliche Verkehrsmaßnahme Österreichs eine massive Beeinträchtigung im europäischen Warenaustausch, die erhebliche, kostenintensive und wenig umweltfreundliche Umwegverkehre zur Folge hätte.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV)
Barbara Rauch, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Weberstr. 77, 53113 Bonn
Telefon: (0228) 9144027, Telefax: (0228) 91440727
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