Annahme eines Ein-Euro-Jobs ab Oktober doch nicht freiwillig
(Berlin) - Entgegen anders lautender Ankündigungen sollen Erwerbslose schon ab Oktober zur Annahme eines Ein-Euro-Jobs gezwungen werden können. Das berichtet die Gewerkschaftszeitung ver.di PUBLIK in ihrer am 20. September erscheinenden Ausgabe.
Etwa 50.000 Bezieher von Arbeitslosenhilfe sollen im Vorgriff auf die umstrittene Arbeitsmarktreform Hartz IV schon in diesem Herbst mit Hilfe gemeinnütziger Arbeit etwa bei Kommunen, Kirchen oder Wohlfahrtsverbänden beschäftigt werden.
Zwar gilt die Annahme einer solchen Arbeitsgelegenheit bis Ende des Jahres offiziell noch als freiwillig, doch wer das Angebot ablehnt, muss mit anderweitigen Druckmitteln der Arbeitsagentur rechnen.
Das geht aus einer internen Verwaltungsvorschrift der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, die ver.di PUBLIK vorliegt. Es sollten in diesen Fällen Trainingsmaßnahmen zur Überprüfung der Arbeitswilligkeit angeboten werden, heißt es in dem Papier. Dies sei ganz im Sinne des arbeitsmarktpolitischen Mottos der rot-grünen Regierung, des Förderns und Forderns, bestätigte auf Anfrage der Gewerkschaftszeitung ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V.
Potsdamer Platz 10, 10785 Berlin
Telefon: 030/69560, Telefax: 030/69563956
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