Antwort auf gesundheitspolitische Umbruchphase / Freier Verband Deutscher Zahnärzte setzt auf Genossenschaft
(Saarbrücken) - Der Countdown läuft. In knapp einem Jahr ist Bundestagswahl. Also bleiben für die Zahnärzteschaft noch elf Monate Zeit, Signale zu setzen - damit das Gesundheitswesen nicht vollends gegen die Wand fährt. Dementsprechend viele Brennpunkte stehen im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion der Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte in Saarbrücken: Der Gesundheitsfonds, die zu reformierende Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), die elektronische Gesundheitskarte und die Frage der Ausweisung von neuen Fachzahnarztgebieten.
"Die Brisanz dieses Herbstes gegenüber den Diskussionen der vergangenen 20 Jahre liegt in einem grundsätzlich neuen Ansatz der Regierungspolitik", so FVDZ-Bundesvorsitzender Dr. Karl-Heinz Sundmacher. "Das bislang durch freiberufliche Strukturen geprägte ambulante Gesundheitswesen soll durch die aktuellen Umbrüche zu einem staatlichen Gesundheitswesen umstrukturiert werden."
Darauf reagiert die Hauptversammlung und tritt diesem Kollektivierungsansatz entschlossen entgegen. Wir brauchen ein Gegengewicht zu den durch Kassenfusionen entstehenden neuen Playern im Gesundheitswesen und in den Markt drängenden Kapitalgesellschaften. Deshalb hat der FVDZ die Deutsche Zahnärzte-Genossenschaft gegründet, erklärt Sundmacher. Mit der Genossenschaft habe die Zahnärzteschaft auch die Chance, ihre Berufsausübungsformen frei zu gestalten.
Quelle und Kontaktadresse:
Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V., Hauptstadtbüro
Dr. Birgit Weichmann
Weichmann, Pressesprecherin
Auguststr. 28, 10117 Berlin
Telefon: (030) 243427-0, Telefax: (030) 243427-67
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