Pressemitteilung | k.A.
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Anzeigenkampagne des BMG kann Scheitern der Honorarreform nicht schönreden

(Kiel) - "Die Honorarreform 2009 der Bundesregierung ist gescheitert. Das kann auch eine teure Pressekampagne des Bundesministeriums für Gesundheit nicht schönreden!" Dies erklärt der Landesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes in Schleswig-Holstein, Matthias Seusing, anlässlich einer in den schleswig-holsteinischen Tageszeitungen erschienenen Anzeige des Ministeriums.

Die Honorarreform hatte zu erheblichen Verwerfungen der Honorarverteilung in allen Arztgruppen geführt, und das nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch in anderen KV-Bereichen wie beispielsweise Nordrhein und Baden-Württemberg. Angeblich waren diese Folgen im Rahmen einer Maßnahme zur bundesweiten Honorarangleichung weder vom Gesundheitsministerium noch von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vorausberechnet worden Auch eine von den Ärzten geforderte und vom erweiterten Bewertungsausschuss der KBV genehmigte regionale Anpassung (Konvergenzregelung) für das erste Halbjahr 2009 könne nur eine Notmaßnahme sein und löse die Probleme der ärztlichen Honorierung langfristig gar nicht, betont Seusing. "Unsere Patienten wissen inzwischen sehr gut, dass wir für einen Betrag von rund 37 Euro pro Quartal bei den Hausärzten keine vernünftige und medizinisch sinnvolle Behandlung im Rahmen der Grundversorgung leisten können! Diese sollte aber eigentlich mit der Festlegung der Regelleistungsvolumina sowie einer Gebührenordnung in Euro und Cent langfristig gesichert werden!"

Mit der jetzt vorliegenden Reform sei die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein nicht mehr sichergestellt, warnt der Landesvorsitzende. Daher sei kurzfristig und noch vor der Bundestagswahl eine Korrektur der Reform erforderlich. "Hier hilft auch nicht die Verbreitung von Anzeigen und Plakaten mit der Andeutung nicht nachvollziehbarer Finanzflüsse. Entgegen der Aussagen in der Anzeige ist nicht das Vertrauen der Bürger in die Ärzte, sondern das Vertrauen in die Politik gestört! Jetzt ist umgehendes politisches Handeln gefragt!"

Quelle und Kontaktadresse:
NAV-Virchow-Bund Landesverband Schleswig-Holstein Pressestelle Am Bahnhof 14, 25924 Klanxbüll Telefon: (04668) 211, Telefax: (04668) 212

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