Auch Deutsche Bank trägt Verantwortung für das Kulturleben der Bundeshauptstadt
(Köln) - Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Prof. Klaus Zehelein, fordert die Deutsche Bank auf, alles zu unternehmen, um den Abriss des Theaters und der Komödie am Kurfürstendamm zu verhindern. Auch die Deutsche Bank trage Verantwortung für das Kulturleben der Bundeshauptstadt. Die Absicht, ein Theater durch eine Einkaufspassage, also einen Konsumtempel, zu ersetzen, ist absurd, sagte Zehelein heute in Köln. Kultureinrichtungen seien für die Attraktivität der Bundeshauptstadt unerlässlich. Niemand komme nach Berlin, um dort lediglich einzukaufen.
Auch die Bürger der Stadt identifizierten sich nur mit ihrer Stadt, wenn über Kultureinrichtungen diese Identifikation hergestellt werde. Dabei hätten gerade Spielstätten mit großer Tradition, wie die seinerzeit von Max Reinhardt betriebenen Theater am Kurfürstendamm, große Bedeutung.
Der Kudamm hat, so Zehelein, nur eine Zukunft, wenn dort auch Theater und Kinos erhalten bleiben. Wer das nicht einsehe, zerstöre das zwischen Ost und West bestehende Gleichgewicht der Stadt Berlin. In einem von der Wirtschaft mitbetriebenen kulturellen Niedergang des Westens der Stadt könne die Zukunft Berlins jedenfalls nicht liegen. Zehelein befürwortet daher die Gespräche zwischen dem Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und dem Regierenden Bürgermeister, Klaus Wowereit, und erwartet eine Lösung im Sinne der Kulturstadt Berlin.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bühnenverein - Bundesverband deutscher Theater
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