Ausbildungspakt ist gescheitert
(Berlin) - Wieder Zehntausende Jugendliche ohne Ausbildungsplatz Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sieht die Ursache für die anhaltende Ausbildungsplatzmisere in der nach wie vor fehlenden Verpflichtung der Arbeitgeber, ausreichend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Die von Wirtschaft und Bundesregierung im Rahmen des Ausbildungspaktes getroffenen Vereinbarungen hätten für die jungen Menschen absehbar keine spürbaren positiven Auswirkungen.
Vielmehr sei die Zahl der zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr erneut um 31.600 gesunken, obwohl die Arbeitgeber im Rahmen des sogenannten Ausbildungspakts 30.000 neue Ausbildungsplätze angekündigt hatten.
Es sei zynisch, wenn die Deutsche Industrie- und Handelskammer das Problem mit dem Argument, man müsse die gesamte Laufzeit des Ausbildungspakts abwarten, auf die lange Bank schiebe. Die Erfahrungen der letzten Jahre und die aktuelle Situation machten bereits jetzt deutlich, dass der Ausbildungspakt die Ausbildungskrise nicht löse. "Den jungen Menschen muss jetzt und hier geholfen werden", hieß es bei ver.di. "Zehntausende suchen aktuell einen Ausbildungsplatz und wollen nicht auf statistische Ergebnisse einer Drei-Jahres-Bilanz verwiesen werden."
Als kurzfristige Maßnahme zur Behebung der Ausbildungsplatzkrise bleibe allein eine gesetzliche Umlage, wie sie bereits vom Bundestag beschlossen und dann vom Bundesrat blockiert wurde.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V.
Potsdamer Platz 10, 10785 Berlin
Telefon: 030/69560, Telefax: 030/69563956
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