Ausgebrannt Burn-out bei Studierenden nimmt zu / Studentenwerke registrieren Anstieg von Burn-out-Syndrom bei Studierenden / Studieren bis zum Umfallen: Bericht im neuen DSW-Journal des Deutschen Studentenwerks (DSW) / DSW-Präsident Rolf Dobischat: Studierende stehen unter Druck
(Berlin) - Immer mehr Studierende leiden unter dem für Manager typischen Burn-out-Syndrom wie Depressionen, Angstattacken, Versagensängsten, Schlafstörungen oder Magenkrämpfen. Das berichtet das Deutsche Studentenwerk (DSW) in der jüngsten Ausgabe seines DSW-Journal. In den Psychologischen Beratungsstellen der Studentenwerke würden sich verstärkt Studierende mit solchen Beschwerden melden, heißt es in dem Beitrag. DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat spricht von einer Besorgnis erregenden Entwicklung. Er sagte: Die Studierenden stehen unter immer stärkerem Erwartungs-, Leistungs- und vor allem Zeitdruck. Die vielen laufenden Hochschulreformen dürfen aber nicht dazu führen, dass ein Studium krank macht. Dobischat appellierte an die Hochschulen, insbesondere die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge nicht zu überfrachten. Gemäß der jüngsten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks hat jeder siebte Studierende Beratungsbedarf zu depressiven Verstimmungen sowie zu Arbeits- und Konzentrationsschwierigkeiten; jeder siebte Studierende will sich zu Prüfungsängsten beraten lassen.
Der Berg wird immer größer, meine Angst vor den Prüfungen ist kaum noch auszuhalten, und ich habe einfach keine Kraft mehr. Seit Wochen werden meine Schlafstörungen immer schlimmer und ich bekomme Weinkrämpfe, die ich nicht kontrollieren kann. Ich weiß nicht mehr weiter! Diesen Hilferuf einer Studentin zitieren die Autorinnen des DSW-Journal in ihrem Beitrag über die zunehmenden Fälle von Burn-out bei Studierenden. Das Burn-out-Syndrom sei in den Psychologischen Beratungsstellen der Studentenwerke der Newcomer der vergangenen Jahre, wird ein Studentenwerks-Psychologe zitiert.
Von den 58 Studentenwerken in Deutschland bieten 43 den Studierenden auch psychologische Beratung an. Im Jahr 2005 wurden insgesamt 17.599 Studierende in 73.434 Einzelgesprächen und 3.181 Studierende in 6.865 Gruppengesprächen psychologisch beraten. Die anonyme psychologische Beratung beim Studentenwerk ist in der Regel kostenlos, die Anmeldung unkompliziert.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Studentenwerk e.V.
Pressestelle
Monbijouplatz 11, 10178 Berlin
Telefon: (030) 297727-0, Telefax: (030) 297727-99
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