Auslandsgeschäfte für MEDICA-Aussteller / ZVEI führt Dialog über Innovationshürden
(Frankfurt am Main/Düsseldorf) - Der rege Zulauf, den die Aussteller deutscher Produkte besonders von ausländischen Besuchern bei der MEDICA verzeichnen zeigt deutlich, dass deutsche Qualität in der Welt weiterhin sehr gefragt ist. "Die Messe bestätigt uns darin, dass wir mit unseren qualitativ hochwertigen Medizinprodukten `made in Germany´ im internationalen Umfeld hervorragend abschneiden. Umso mehr müssen endlich die Hemmnisse für den Marktzugang in Deutschland beseitigt werden", erklärt Christian O. Erbe, stellvertretender Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik am Rande der jährlichen Weltleitmesse für Gesundheit in Düsseldorf.
Die Hürden auf dem Weg von Medizinprodukten in den heimischen Markt untersuchte kürzlich eine Studie des Bundesforschungsministeriums. Zwar wird demnach das Innovationsklima von den Experten der Branche durchaus positiv eingeschätzt, jedoch sind insbesondere kleine Unternehmen häufig von der regulatorischen Dichte überfordert. "Die aufwändige, zeit- und kostenintensive klinische Prüfung neuer Produkte oder Verfahren ist schwierig durchzustehen", schreiben die Autoren, und letztlich seien komplexe Strukturen bei der Entscheidung über die Kostenerstattung für neue Produkte und Verfahren hinderlich. Zudem seien Art und Umfang der Unterlagen für die notwendige Kosten-Nutzen-Bewertung häufig unklar. Insgesamt dauerten die Prozesse bis zum endgültigen Markteintritt eines Produkts zu lange.
Um hier schnell zu Verbesserungen zu kommen, fordern der ZVEI und weitere Vertreter der medizintechnischen Industrie seit langem eine bessere Koordinierung der drei zuständigen Ministerien auf Bundesebene. Ein wichtiges positives Signal ging im Oktober von dem vom ZVEI und dem Forschungsministerium veranstalteten Innovationsforum Medizintechnik aus: Vertreter der drei Ministerien für Gesundheit, für Forschung und für Wirtschaft verständigten sich auf ein gemeinsames Vorgehen gegen Innovationshürden.
Anhand einiger Beispiele aus der neuesten ZVEI-Spectaris-Studie über Einsparpotenziale durch innovative Medizintechnik und mittels der BMBF-Studie zu Innovationshürden sollen die Hindernisse in der Praxis analysiert und Lösungswege gesucht werden. "Dieser Schritt stellt einen Meilenstein auf dem Weg zu einem wirklich innovativen Gesundheitsmarkt in Deutschland dar", ist sich Erbe sicher.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
Pressestelle
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