Pressemitteilung | ACE Auto Club Europa e.V.
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Autos nicht alleine verantwortlich für Feinstaubbelastung

(Stuttgart) - Der ACE Auto Club Europa, hat das heute (25. Juli 2008) vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gefällte Urteil zur Reduzierung der Feinstaubbelastungen als wichtigen Wegweiser für die Verbesserung der Luftqualität gewürdigt. Zugleich betonte der Club in einer am Freitag in Stuttgart verbreiteten Erklärung, der Verkehr trüge nicht die alleinige Verantwortung für Feinstaubbelastungen. Die von zahlreichen Kommunen eröffneten Umweltzonen hätten die in sie gesetzten Erwartungen bislang nicht erfüllt, betonte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Nach seinen Worten ist es entscheidend, dass die Feinstaubbelastung im Interesse der Gesundheit deutlich abgesenkt wird. Klar sei auch, dass alle Feinstaubverursacher ihren Beitrag dazu leisten müssten. "Insofern steht der Straßenverkehr mit in der Verantwortung." Doch es wäre falsch, nahezu alle Maßnahmen zur Feinstaubminderung auf den Verkehr zu konzentrieren. "Das weckt Erwartungen, die nach Lage der Dinge überhaupt nicht erfüllt werden können", meinte Hillgärtner.

Feinstaubbelastungen vor Ort würden schließlich nur zu einem Viertel durch den Verkehr hervorgerufen. Pkw für sich genommen hätten noch einen weit geringeren Anteil an Feinstaubemissionen.

Hillgärtner: "Daran ist zu ermessen, dass sich die Probleme auf dem Gebiet der Luftrein-haltung keinesfalls alleine durch Eingriffe in den Straßenverkehr lösen lassen. Die Politik ist um ihrer Glaubwürdigkeit willen gut beraten, diesen Eindruck nicht länger aufrecht zu erhalten. Luftreinhaltepläne sollten besser unter Berücksichtigung des jeweiligen Verursacheranteils am Feinstaub konzipiert werden."

In diesem Sinne sollten Städte und Gemeinden, denen Luftreinhaltung wirklich wichtig ist, ihr Augenmerk unter anderem auf die 2,8 Millionen in Deutschland zugelassenen Lkw richten. Sie sind im Verkehrssektor mit einer Jahresfahrleistung von 20 Milliarden Kilometer die wahren Luftverpester. "Hier sehen wir auch die Hersteller in der Pflicht, die für eine neue Generation umweltverträglicher Fahrzeugtechnik sorgen müssen".

Wer vor allem darauf setze den privaten Verkehr auszusperren, der leiste in Wirklichkeit nur Scheinlösungen Vorschub. Denn dieser Verkehr werde lediglich in die Gebiete außerhalb der Zonen verdrängt.

Für sehr viel wirksamer hält der ACE eine auf Nachhaltigkeit angelegte städtische Verkehrspolitik. Sie müsse auf einen optimalen Mix bei der Wahl der Verkehrsmittel setzen sowie auf elektronisch gesteuerte Verkehrslenkung. Ferner komme es darauf an, modernes Mobilitätsmanagement besonders auch im Berufsverkehr zu fördern. Dann könne man auf konservative Reglementierung und Restriktionen verzichten.

Quelle und Kontaktadresse:
ACE Auto Club Europa e.V. Pressestelle Schmidener Str. 227, 70374 Stuttgart Telefon: (0711) 53030, Telefax: (0711) 5303168

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