AvD befürchtet neues Verwaltungsmonster
(Frankfurt am Main) - Mit Unverständnis reagiert der Automobilclub von Deutschland (AvD) auf die Forderung, Nummern-schilder für Fahrradfahrer einzuführen. Der Verwaltungsaufwand, 67 Millionen Fahrräder in Deutschland mit Nummernschildern auszustatten, steht in keinem Verhältnis zum zu erwartenden Erfolg.
Hinzu kommt, dass die Erfahrungen aus dem Zweiradbereich nachweisen, dass beispielsweise Rotlichtverstöße kaum geahndet werden können. Die Überwachungskameras lichten die Front des Zweirades ab - dort befindet sich jedoch kein Nummernschild, das zur Identifizierung des Fahrers beitragen könnte. Der AvD empfiehlt vielmehr, die Kontrolldichte zu erhöhen und mehr Schutzpolizisten abzustellen. Die Anwesenheit eines Ordnungshüters steigert nachweislich die Verkehrsdisziplin.
Als durchaus empfehlenswert bewertet der AvD den Vorschlag, eine Helmpflicht für Fahrradfahrer einzuführen. Trotz des erhöhten Risikos, sich bei Stürzen schwere Kopfverletzungen zuzuziehen, ist der Nutzungsgrad von Fahrradhelmen noch unterdurchschnittlich. So trägt bislang nur etwa jedes dritte Kind einen Helm, obwohl sich die Verkehrssicherheit dadurch deutlich steigern lassen würde. Nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht e.V. erleiden rund 37 Prozent der bei Unfällen verletzten Radler Kopfverletzungen. Mehr als 80 Prozent der schweren Hirnverletzungen nach Radunfällen ließen sich durch das Tragen eines Helms vermeiden.
Quelle und Kontaktadresse:
Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD)
Pressestelle
Lyoner Str. 16, 60528 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 66060, Telefax: (069) 6606260
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