AvD befürchtet Verweigerung der "Feinstaub-Plaketten" / Feinstaub-Verordnung bringt zu wenig Umweltnutzen / Gemeinden sollten Ermessenspielraum nutzen
(Frankfurt am Main) - Der Automobilclub von Deutschland AvD befürchtet, dass viele Autofahrer den Kauf der Feinstaubplaketten schlichtweg verweigern werden, weil sie keinen Nutzen erkennen können. Sie würden ihr Auto im Zweifelsfall einfach nicht nutzen und beweisen helfen, dass die Messwerte davon nahezu unbeeinflusst bleiben. Selbst wenn bei Feinstaublage alle PKW stehen blieben, würde dies im besten Fall zu einer Feinstaub-Reduzierung um 5 Prozent führen. Deshalb fordert der AvD eine Korrektur der Feinstaub-Verordnung mit folgenden Ausnahme-Regelungen:
- Oldtimer- und Youngtimer müssen von diesen Regelungen ausgenommen werden, weil sie im Mittel nicht einmal 1500 km pro Jahr zurücklegen und die maximal 800.000 betroffenen Fahrzeuge nicht einmal 0,03 Prozent aller Emissionen verursachen. Gemeint sind dabei nicht nur die Fahrzeuge mit H-Kennzeichen, sondern auch solche mit 07-er Zulassung. Die Maßnahme ist statistisch nicht relevant und deshalb unbillig;
- Feinstaub wird überwiegend von Diesel-Fahrzeugen emittiert. Der AvD lehnt es deshalb als technisch verfehlt ab, auch Benziner mit geregeltem Kat mit Fahrverbot belegen zu wollen. Dies auch deshalb, weil die Mehrzahl der Oldtimer einen Otto-Motor haben, dessen Feinstaub-Emissionen im kaum messbaren Bereich liegen.
Ein gestaffeltes Fahrverbot für historische Fahrzeuge ist umweltpolitisch nicht zu begründen, es ist eine rein ideologisch begründete Schuldzuweisung. Der AvD fordert die Kommunen und Landkreise auf, ihren Ermessensspielraum bezüglich der möglichen Ausnahmen zu nutzen und sowohl Old- und Youngtimer, als auch Fahrzeuge mit Ottomotor und geregeltem Kat von der Maßnahme auszuklammern. Diese nachträglichen Korrekturen hätten vermieden werden können, wenn die zuständigen Ministerien die vorgesehenen Expertenanhörungen vorab durchgeführt und die Probleme geklärt hätten.
Quelle und Kontaktadresse:
Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD)
Pressestelle
Lyoner Str. 16, 60528 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 66060, Telefax: (069) 6606260
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