Pressemitteilung | Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD)

AvD fordert Sofort-Maßnahmen gegen Ölpreis-Spekulation / Parteien sollen vor der Wahl deutlich sagen, wie sie die Preisspirale im Energiemarkt stoppen wollen

(Frankfurt am Main) - Für Benzin und Diesel muss seit Monaten an den Zapfsäulen immer mehr gezahlt werden. Alleine in den vergangenen zehn Wochen sind die Durchschnittspreise um fast 15 Prozent angehoben worden. Die Begründung der Mineralölkonzerne: Das Rohöl wird ständig teurer, für das Barrel wurden schon über 70 Dollar gezahlt. Rund ein Drittel dieses Preises (etwa 20 bis 25 Dollar) sind jedoch reine Spekulationsmasse. Das zeigt, dass die Spekulationswut Hauptursache für die seit Monaten steigenden Preise an den Zapfsäulen ist.

Der Automobilclub von Deutschland fordert die Verantwortlichen in der Politik auf, diese Spekulationsgeschäfte wirkungsvoll und nachhaltig einzudämmen. Die Politik muss deutlich machen, dass Spekulationsgewinne aus dem Energiemarkt nichts anderes als private Vorteile auf dem Rücken der Gesellschaft sind und deshalb diese gegebenenfalls als Spekulationsgewinne besonders hoch besteuern. Es kann nicht angehen, dass einige wenige von der gesamtwirtschaftlichen Notlage zum Schaden der Gesellschaft überdurchschnittlich profitieren. Die Entwicklung des Energiemarktes hat massive Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft. Verteuert sich der Energiepreis, verteuern sich die Transportkosten und letztlich auch alle Waren in den Geschäften.

Wenn es der Politik nicht gelingt, die Mineralöl-, Finanzgesellschaften und Banken bei einem Ölpreis-Krisengipfel in die Verantwortung zu nehmen, muss in einem ersten Schritt die Mineralölsteuer, eine der höchsten der Welt, deutlich gesenkt werden.

Die Politik muss Bedingungen schaffen, die es dem Kartellamt ermöglichen, schnell und wirkungsvoll gegen gleichzeitige Benzinpreiserhöhungen vorzugehen. Von den Parteien erwartet der AvD vor der Bundestagswahl eine klare Aussage, wie sie die Preisspirale stoppen wollen. Wer Deutschland regieren möchte, muss deutlich sagen, wie er den Energiemarkt zukünftig den Griff bekommen will.

Die Autofahrer müssen sich ihrer Marktmacht wieder stärker bewusst werden und konsequent nur noch dort tanken, wo es günstig ist. Wer schon bei halb vollem Tank Ausschau nach einer günstigen Tankmöglichkeit hält - meist sind dies freie Tankstellen in der Nähe von Einkaufszentren - zwingt auf Dauer die teueren Unternehmen ihre Preise zu senken. Außerdem sollten die Autofahrer darauf achten, ihren Kraftstoffverbrauch zu senken. Wer vorausschauend fährt, das Auto von unnötigen Lasten, wie zum Beispiel den vollen Getränkekisten nach dem Einkauf, befreit, den Dachgepäckträger demontiert, wenn er nicht gebraucht wird und die Reifen mit ein wenig mehr Druck befüllt, kann am Ende bis zu 20 Prozent Kraftstoff und damit auch bares Geld sparen.

Quelle und Kontaktadresse:
Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD) Lyoner Str. 16, 60528 Frankfurt Telefon: 069/66060, Telefax: 069/6606789

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