AvD-Präsident kritisiert Sanktionen gegen Oldtimer / Klassiker tragen kaum messbar zur Umweltbelastung bei, sie müssen von Fahrbeschränkungen ausgenommen werden
(Frankfurt am Main) - Anlässlich der Eröffnung der 18. Techno-Classica in Essen hat AvD-Präsident Wolfgang-Ernst zu Ysenburg als Schirmherr der größten und erfolgreichsten Messe für historische Fahrzeuge deutliche Kritik an der Politik geübt.
Das kooperative Engagement aller Oldtimerfreunde und ihrer Verbände wie DEUVET und auch des AvD wird von der Politik nicht gewürdigt - gemeinsam verabredete Regeln werden seitens der Politik gestrichen, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Anstatt dass die von den Bürgern gewählten und unterstützten Volksvertreter die jahrzehntelangen Aktivitäten der Oldtimerfreunde pro Umwelt und für den Erhalt der Technikgeschichte im Erfindungsland des Automobils honorieren, bestrafen sie die so sympathische Szene mit völlig unbegründeten Einschränkungen und Fahrverboten. So scheinen die vom Bundesrat verabschiedeten verschärften Auflagen für die Erteilung der sog. 07er-Kennzeichen für Autos, die zukünftig älter als 30 Jahre sein müssen, auf rein finanziellen Gründen zu beruhen: Das Fahren mit 07er-Kennzeichen hat keinerlei nachteilige Auswirkungen auf die Unfallstatistik, keine Nachteile für die Umwelt oder die Verkehrs-Sicherheit. Auch nicht bezüglich der sog. Youngtimer ab 20 Jahren. Die Politik hat diese Neuregelung ohne Ansehen des vorbildlichen Verhaltens der Fahrzeughalter und ohne die vorgeschriebenen Anhörungen der Verbände getroffen. Dies sollte man ebenso wenig hinnehmen, wie die Zufahrtsverbote in Städte, die sich auf Feinstaub-Grenzwerte beziehen, die vom vorherigen Umweltminister Trittin bei der EU ab 2001 regelrecht verschärfend eingefordert wurden.
Der gesamte Verkehr inklusive Bahn und Flugzeug, ist am Feinstaub gemäß den negativsten Annahmen zu etwa 17 Prozent beteiligt. Auf den PKW entfallen maximal 8 Prozent.
Der Anteil der Young- und Oldtimer ist im Gesamtaufkommen kaum messbar. Das Rechenexempel ist einfach: selbst wenn der gesamte PKW-Verkehr zum Stillstand gezwungen wäre, würden die Messwerte nicht einmal bis zum Grenzwert sinken.
Der AvD fordert deshalb, Oldtimer von der Feinstaub-Verordnung auszunehmen!
Das Theater um die Förderung des Russfilters ist das beste Beispiel, dass es ausschließlich darum geht, den Bürger auch zu dieser Investition zu zwingen. Zu Recht schütteln viele ausländische Gäste den Kopf über die deutsche Regulierungswut mit ihren Verboten und Plaketten - die Feinstaub-Verordnung gängelt den Verkehr während die Feuerung mit Holz- und Kaminöfen schon im Jahre 2003 mehr Feinstaub produzierte als der Straßenverkehr!
Der Betrieb historische Fahrzeuge ist kein Selbstzweck, sondern durchaus auch der Auftrag der nachfolgenden Generationen, die Geschichte der Mobilität zu erhalten. Oldtimer müssen deshalb gefördert, statt behindert werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD)
Sven Janssen, Pressesprecher
Lyoner Str. 16, 60528 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 66060, Telefax: (069) 6606260
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