Pressemitteilung | Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB)
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Bankenverband begrüßt Vorschläge des IIF

(Berlin) - "Die privaten Banken unterstützen die heute in Frankfurt vom Institute of International Finance (IIF) vorgelegten Schlussfolgerungen aus der aktuellen Finanzmarktkrise", erklärte Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes deutscher Banken. "Dies gilt zuvörderst für alle Vorschläge, die auf mehr Transparenz gegenüber Märkten, Investoren und Aufsehern zielen."

Weber sieht keine generelle Notwendigkeit zu neuen aufsichtsrechtlichen Verschärfungen. An erster Stelle seien die Marktteilnehmer selbst gefordert. "Wir sollten nicht darauf bauen, Probleme der Banken wegregulieren zu können." Die Turbulenzen an den Finanzmärkten seien im Wesentlichen in der Basel I-Welt entstanden. Inzwischen sei mit Basel II aber ein neues Aufsichtsregime eingeführt, dass jetzt zügig weltweit umgesetzt werden müsse. "Zunächst einmal muss man Basel II wirken lassen. Regulatorische Schnellschüsse wären das falsche Mittel."

Laut Weber müssten auch, wie vom IIF gefordert, die Anreizstrukturen für die Entlohnung von Managern überdacht werden: "Hier hat es in der Tat Fehlanreize gegeben." Die Entlohnung sollte sich stärker an den langfristigen Zielen der Banken und ihrer Aktionäre orientieren. "Auch dies erreichen wir nicht durch zusätzliche Regulierung, sondern besser mit einer Selbstverpflichtung der Branche", so Weber weiter.

Daneben gebe es noch eine Reihe anderer Handlungsfelder: von der Stärkung des internen Risikomanagements der Banken bis hin zur Rolle der Rating-Agenturen. Schließlich sei es erforderlich, die Bewertung von Finanzinstrumenten einer Überprüfung zu unterziehen, um die Abwärtsspirale an den Finanzmärkten zu stoppen. "Inzwischen resultiert ein wesentlicher Teil des Wertberichtigungsbedarfes nicht mehr aus Subprime-Papieren, sondern aus Wertpapieren mit nach wie vor guter Bonität, für die es aufgrund der anhaltenden Vertrauenskrise zurzeit allerdings keine liquiden Märkte gibt. Wir brauchen jetzt politische Entscheidungen, um weitere Auswirkungen auf intakte Bereiche des Geschäftes zu verhindern und eine Bodenbildung zu ermöglichen", forderte Weber. Hier seien Weichenstellungen erforderlich, die die Finanzminister der G7-Länder am Freitag in Washington vornehmen könnten.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB) Pressestelle Burgstr. 28, 10178 Berlin Telefon: (030) 16630, Telefax: (030) 16631399

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