Bankenverband zum Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung: Wachstumskräfte stärken
(Berlin) - Die reduzierte Wachstumsprognose der Bundesregierung ist angesichts der gestiegenen Konjunkturrisiken sachgerecht, erklärt Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes. Bei den höheren Konjunkturrisiken schlagen sich insbesondere die Folgen der US-Immobilienkrise und die Auswirkungen auf die amerikanische Konjunktur nieder. Die Unsicherheit wird auch noch eine Weile anhalten, so Weber. Für überzogenen Pessimismus besteht in Deutschland aber trotz der aktuellen Entwicklungen an den Aktienmärkten kein Anlass. Die Unternehmen verfügen über solide Ertragsperspektiven, und die Fundamentaldaten für die deutsche Wirtschaft sind nach wie vor gut, bekräftigt Weber und verweist zudem auf die zuletzt überraschend stark gestiegenen Auftragseingänge für die deutsche Industrie.
Für die Wirtschaftspolitik hieße es nun, sich nicht beirren zu lassen und den nachweislich erfolgreichen Kurs der letzten Jahre fortzuführen. Die Anstrengungen müssten sich unverändert darauf konzentrieren, beim Abbau der Arbeitslosigkeit, bei der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte und bei der Stärkung der Wachstumskräfte voranzukommen. Es ist nicht die Zeit für Ausgabenerhöhungen, mahnt Weber. Zum Kurshalten gehöre auch eine weiterhin maßvolle Lohnpolitik. Weber: Wenn die Tarifparteien an die beschäftigungsorientierten Lohnabschlüsse der vergangenen Jahre anknüpfen, bleiben die Arbeitsmarktperspektiven trotz der etwas niedrigeren Wachstumsprognose weiterhin freundlich.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB)
Pressestelle
Burgstr. 28, 10178 Berlin
Telefon: (030) 16630, Telefax: (030) 16631399
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