BDKJ zieht positives Fazit zum Katholik*innentag
(Würzburg) - Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) war fünf Tage lang gemeinsam mit den Jugendverbänden im Dorf der Jugend auf der Kirchenmeile präsent und hat die eigene Arbeit präsentiert. Auch an vielen Podien und Werkstätten war der BDKJ beteiligt.
Beim Podium „Gemeinsam Zukunft gestalten“ war Lisa Quarch, Geistliche Leitung des BDKJ, im Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz. „Ich hatte das Gefühl, dass der Bundeskanzler ein ehrliches Interesse an den Perspektiven junger Menschen mit nach Würzburg gebracht hat. Im Gespräch sicherte er zu, dass er sich dafür einsetzen will, dass Deutschland die bisher gesetzten Klimaziele einhalten will. Dies ist uns und vielen jungen Menschen wichtig, auch wenn wir uns ambitioniertere Ziele vorstellen könnten“, berichtet Lisa Quarch von dem Gespräch. „Thema war auch, dass der Kanzler mit seiner Kommunikation junge Menschen offensichtlich nicht erreicht. Dies hat er auch selbstkritisch anerkannt und will daran zukünftig arbeiten. Dies ist wichtig, um Gräben zu überwinden und miteinander im Gespräch zu bleiben“
Um die Stärkung des Zusammenhaltes und um Engagement geht es auch beim Podium zu „Wir sind Demokratie“. Dabei diskutierte unter anderen BDKJ-Bundesvorsitzender Henner Gädtke mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. „Wir haben uns über Rahmenbedingung für Ehrenamt unterhalten. Denn für alle im Raum war klar: Ohne ehrenamtliches Engagement wäre unser Land ein schlechteres“, betont Henner Gädkte. Bundespräsident Steinmeier betonte auf dem Podium ebenfalls die Wichtigkeit des Ehrenamtes und machte deutlich, dass eine Demokratie ohne diesen Einsatz nicht möglich wäre.
Der BDKJ war auch auf der Kirchenmeile präsent. Gemeinsam mit den katholischen Jugendverbänden bildete er das Dorf der Jugend, wo die Verbände sich und ihre Arbeit präsentierten. Dieses Angebot nutzten auch viele Politiker*innen. Bundesjugendministerin Karin Prien, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und viele Abgeordnete aus dem Bundestag, verschiedenen Landtagen und dem Europaparlament sowie der Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer informierten sich über die Arbeit der Jugendverbände und tauschten sich mit Jugendverbandler*innen über aktuelle politische Themen und die Anliegen junger Menschen aus.
„Ich habe hier die letzten Tage viele engagierte Jugendverbandler*innen getroffen, natürlich an den Ständen im Dorf der Jugend, aber auch als Helfer*innen und Besucher*innen sowie auf Podien und bei Werkstätten. Immer wieder wird im Gespräch deutlich: Junge Menschen wollen sich einbringen. Sie wollen mitdiskutieren. Sie wollen sich für andere einsetzen“, sagt BDKJ-Bundesvorsitzende Lena Bloemacher. „Dies wird auch jedes Mal bei der 72-Stunden-Aktion deutlich, die nächstes Jahr wieder stattfinden wird. Dazu haben wir hier beim Katholik*innentag die Anmeldung eröffnet, so dass sich nun Gruppen aus dem ganzen Land registrieren können.“
Bei mehreren Veranstaltungen war auch die Debatte um die Einführung eines Pflichtdienstes Thema. Auf einem Podium diskutierten Militärbischof Franz-Josef Overbeck, Peter Tauber, ehemaliger Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Katharina Diedrich von der Kolpingjugend und BDKJ-Bundesvorsitzender Volker Andres. „Wir als BDKJ setzen uns gegen einen Pflichtdienst junger Menschen ein. Uns ist bewusst, dass es durchaus unterschiedliche Ansichten in dieser Debatte gibt. Auf dem Podium und auch in vielen anderen Gesprächen hier in Würzburg, waren wir uns einig: Jeder junge Mensch, der freiwillig einen Dienst leisten will, muss dies auch tun können. Dazu braucht es bessere Rahmenbedingungen und eine bessere Ausstattung aller Dienste“, betont Volker Andres.
Am Samstagvormittag hat der BDKJ gemeinsam mit der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Frauen zur Vernetzung ins Dorf der Jugend eingeladen. „Es war schön, sich mit Frauen verschiedener Generationen auszutauschen. Der Katholik*innentag ist für uns ein Ort, an dem wir Netzwerke knüpfen und stärken können. So können wir weiter gemeinsam für die Rechte von Frauen eintreten – in der Politik und in der Kirche“, sagt BDKJ-Bundesvorsitzende Daniela Hottenbacher.
Beim Katholik*innentag wurden in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten viele weitere Themen sichtbar, die jungen Menschen wichtig sind. In vielen davon konnten Vertreter*innen der Jugendverbände die Perspektive junger Menschen einbringen: So gab es Podien zu Nutzung von KI und zum gemeinsamen Eintreten gegen Antifeminismus, Werkstätten zu feministischer Entwicklungszusammenarbeit, zu Jugendarmut und zu der Frage, wie junge Menschen ihre Nachbarschaft mitgestalten können.
Der BDKJ zieht ein positives Fazit des Katholik*innentages in Würzburg. „Unsere Gesellschaft braucht Räume, in denen verschiedene Meinungen zusammentreffen und miteinander diskutieren können. Wir erleben, dass dies in unserer Gesellschaft immer schwieriger wird, der Katholik*innentag aber ein Ort ist, wo dies noch gelingt“, resümiert Volker Andres. „Der Katholik*innentag muss sich aber auch weiterentwickeln. Dies hat er in der Vergangenheit getan und muss er auch zukünftig tun, um relevant zu bleiben. Dabei wünschen wir uns, dass auch mehr aktuelle Themen aus der Popkultur und aus dem digitalen Raum Platz finden“, ergänzt Lisa Quarch, Geistliche Leitung des BDKJ. „Ich freue mich, dass ich mich dafür auch in der Katholikentagsleitung für Paderborn 2028 einsetzen kann, in der ich mitarbeiten darf.“
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Antoniusstr. 3, 73249 Wernau, Telefon: 07153 3001-100
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