Pressemitteilung | Bundesverband der Innungskrankenkassen (IKK)

Behauptungen des Focus falsch

(Bergisch Gladbach) - Die von dem Magazin Focus verbreitete Meldung "Innungskrankenkassen vor der Pleite" ist in wesentlichen Punkten falsch. Die Innungskrankenkassen schulden weder den anderen Kassenarten wie der AOK 2 Mrd. DM noch verwenden sie falsche Mitgliederdaten.

Im Gegenteil unterstützen die Innungskrankenkassen mit jährlich 1,8 Mrd. DM vorwiegend die AOK über den kassenartenübergreifenden Risikostrukturausgleich (RSA). Der RSA dient dem Zweck, unterschiedliche Risikostrukturen der Versicherten (Einkommen, Alter, Geschlecht und Familienangehörige) zwischen den Krankenkassen auszugleichen. Diese solidarischen Unterstützungsleistungen durch die Innungskrankenkassen sind gemessen an ihrem Marktanteil überdurchschnittlich hoch.

Nicht von ungefähr haben daher die IKKn, die BKKn und die Ersatzkassen bei der Politik eine längst überfällige Überprüfung des RSA erreicht, dessen Transfervolumen mit rund 22 Mrd. DM mittlerweile größer ist als der Länderfinanzausgleich. Es mutet schon seltsam an, derartige Unterstützungsleistungen, die mittlerweile nicht nur die IKKn in Bedrängnis bringen, als Schulden zu bezeichnen.

Trotz dieser großen Solidarbelastungen sind die Beitragssätze der Innungskrankenkassen im Durchschnitt mit 13,4 % im Westen und 13,7 % im Osten nach wie vor günstiger als die der AOK und der großen Ersatzkassen. Dies steht im Widerspruch zu der vom Focus aufgestellten Behauptung, die Innungskrankenkassen stünden vor der Pleite.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Innungskrankenkassen

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