Benachteiligten Kindern Perspektiven eröffnen / Caritas sieht eigenen Ansatz durch UNICEF-Studie bestätigt
(Berlin) - Die heute (14. Februar 2007) in Berlin vorgestellte Studie des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF bestätigt die Erfahrungen des Deutschen Caritasverbandes (DCV). "Erneut zeigt eine Studie, dass eine dramatisch große Zahl von Kindern arm in einem reichen Land wie Deutschland lebt. Das kann einfach nicht hingenommen werden" fordert Caritas-Präsident Peter Neher.
Armut wirke sich gravierend auf die Entwicklung und die Chancen dieser Kinder aus. "Das Ernährungsverhalten, die gesundheitliche Situation und nicht zuletzt die schulischen Möglichkeiten sind bei Kindern und Jugendlichen aus armen Familien stark beeinträchtigt" so Neher. Dies habe die Caritas veranlasst, in diesem Jahr mit ihrer Kampagne "Mach dich stark für starke Kinder" das öffentliche Bewusstsein für diese alarmierende Situation zu schärfen. "Jedes Kind hat Fähigkeiten. Wir wollen dazu beitragen, dass auch diese Kinder ihre Stärken entdecken und entwickeln können."
Die UNICEF-Studie zeige deutlich, dass das Fehlen einer verlässlichen Lebensumwelt gravierende Nachteile für die Entwicklung und die Möglichkeiten der Teilhabe für Kinder bedeute. Dies gelte im Besonderen für bildungsferne Familien mit niedrigen Einkommen und Familien mit Migrationshintergrund. "Patenschaftsprojekte, Familien entlastende Angebote und Begleitung im Schulalltag tragen beispielsweise dazu bei, dass verlässliche und stabile Verhältnisse für diese Kinder aufgebaut werden können." Dies sei unerlässlich, um den betroffenen Kindern eine wirkliche Chance auf Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. "Keine Gesellschaft kann es sich leisten "ihre" Kinder zu vernachlässigen. Hier zeigt sich die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft" so Peter Neher.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Caritasverband e.V.
Claudia Beck, Pressesprecherin
Reinhardtstraße 13
10117 Berlin
Tel.: 030 28 44 47 42
Fax: 030 28 44 47 55
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