Berufliche Weiterbildung muss gestärkt und gefördert werden
(Berlin) - Die zweistelligen Milliardenüberschüsse bei der Bundesagentur für Arbeit müssen auch dafür verwendet werden, individuelle Beschäftigungsfähigkeit durch Erhalt und Ausbau von Kenntnissen, Fertigkeiten sowie Fähigkeiten wieder stärker und umfassender zu fördern, forderte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn heute (9. November 2006) vor mehr als 100 Betriebsratsmitgliedern und Mitarbeitervertretern in Berlin.
Seit Jahren würden die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit für die berufliche Weiterbildung sinken, betonte Gerstenkorn. So sei von Anfang 2004 bis heute ein Rückgang der Ausgaben um fast 70 Prozent zu verzeichnen. Besonders schwer treffe diese Reglementierung Erwerbslose mit geringer Qualifizierung. Von ihnen konnten in 2005 nur noch 1,83 Prozent an einer Maßnahme der beruflichen Weiterbildung teilnehmen. Diese Sparpolitik betreffe zunehmend auch Menschen mit Behinderungen, kritisierte das ver.di-Bundesvorstandsmitglied.
Die Folgen seien sozialer Abstieg, soziale Ausgrenzung und geringe Perspektiven für Erwerbslose und Menschen mit Behinderungen. Wer ein Drittel der Gesellschaft für den Arbeitsmarkt abschreibt, verweigert den Betroffenen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Anerkennung und Würde. Bildung und Qualifizierung sind mehr denn je ein Schlüssel für die Erwerbstätigkeit, so Gerstenkorn.
Die Gewerkschafterin forderte die politisch Verantwortlichen zu einem Umdenken in der Sozialpolitik auf. Ein klares Bekenntnis zur beruflichen Aus- und Weiterbildung sei zwingende Voraussetzung für eine aktive Arbeitsmarktpolitik und für berufliche Rehabilitation. Hierzu ist es dringend erforderlich, die steigenden Qualitätsansprüche an die Weiterbildungsmaßnahmen zu verwirklichen, um dem Arbeitsmarkt gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stellen zu können.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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