Pressemitteilung |

Beschäftigungsbündnis muss verlängert werden

(Frankfurt am Main) - Der Bundeshauptvorstand der Verkehrsgewerkschaft GDBA hat am 30. Oktober den Vorstand der DB AG aufgefordert, endlich Abstand von seinen Planungen hinsichtlich eines „überzogenen und unrealistischen“ Personalabbaus zu nehmen. Nachdem auf der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates festgelegt worden sei, dass der Börsengang der Deutschen Bahn nicht im Jahr 2005 erfolgen wird, müsse nun der „personelle Kahlschlag“ beendet werden, der diesen Schritt möglich machen sollte.

Auf der Sitzung des zweithöchsten Beschlussgremiums nach dem Gewerkschaftstag forderte der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, in Berlin, den geplanten Abbau von Zugbegleitern sowie die beabsichtigten Stellenstreichungen im Bereich von Vertrieb und Service „sofort zu stoppen“.

„Die Mitarbeiter des Bahnkonzerns arbeiten heute schon an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit; werden hier weitere 35.000 Arbeitsplätze abgebaut, droht Service ein Fremdwort bei der DB AG zu werden“, machte der GDBA-Chef deutlich. Korrekturen an der so genannten Mittelfristplanung seien auch im Interesse der Kunden zwingend erforderlich.

Zur langfristigen sozialen Absicherung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Deutschen Bahn forderte der Bundeshauptvorstand der Verkehrsgewerkschaft GDBA in einer Entschließung die Verlängerung des „Beschäftigungsbündnisses Bahn“ bis zum Jahr 2010. Damit bleiben auch in den nächsten Jahren betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Zugleich will die Verkehrsgewerkschaft GDBA mit der DB AG umgehend Verhandlungen über einen Beschäftigungssicherungstarifvertrag aufnehmen. „Bei allen Streitereien um den Börsengang der Bahn dürfen die Interessen der Mitarbeiter nicht auf der Strecke bleiben“, machte Hommel deutlich.

Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsgewerkschaft GDBA Westendstr. 52, 60325 Frankfurt Telefon: 069/7140010, Telefax: 069/71400141

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