Pressemitteilung | Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie e.V. (VAA)

Besseres Klima in der Chemie / Führungskräfte benoten ihre Arbeitgeber

(Köln) - Die Personalentwicklung wird vernachlässigt, die Bonussysteme lassen zu wünschen übrig und die Geschäftsleitungen von Chemieunternehmen haben wenig Vorbildfunktion. Deutliche Urteile, die Führungskräfte aus der Chemie auch 2003 abgeben. Die vom Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) durchgeführte Befragung ermittelte die derzeitige Stimmung unter 1.743 außertariflichen und Leitenden Angestellten in 20 großen Chemie- und Pharmaunternehmen mit knapp 300.000 Beschäftigten.

Die Untersuchung enthält Fragen zu Unternehmensstrategien, Unternehmenskultur, Arbeitsbedingungen und persönliche Befindlichkeiten. Die Qualität der Personalentwicklung bewerten nur 11 Prozent der Führungskräfte mit gut oder sehr gut, aber 37 Prozent mit mangelhaft oder ungenügend. Die erfolgsabhängigen Vergütungssysteme (Bonussysteme) erhalten von 26 Prozent die Noten 1 oder 2, während 35 Prozent auch hier eine 5 oder 6 ankreuzen. Die Vorbildfunktion der Geschäftsleitung wird sogar nur von 17 Prozent der Befragten mit den Noten sehr gut oder gut bewertet, wohingegen 33 Prozent die Noten mangelhaft oder ungenügt vergeben.

Deutlich positiver beurteilen die Führungskräfte das Betriebsklima in ihrem direkten Arbeitsumfeld (58 Prozent werten mit sehr gut oder gut) und erfreulich ist auch, dass ihnen wenig Mobbingfälle bekannt sind (für 57 Prozent unbekannt).

Bei dieser zum zweiten Mal vom VAA durchgeführten Befragung wurde auch erhoben, ob die Unternehmen im letzten Jahr Maßnahmen zur Klimaverbesserung eingeleitet haben. 51 Prozent der Befragten antworten mit Ja, 49 Prozent mit Nein. Wer Ja sagt, beantwortet alle Fragen des Fragebogens deutlich positiver (durchschnittlicher Mittelwert 2,9) als die anderen (durchschnittlicher Mittelwert 3,5).

Die meisten in das Ranking einbezogenen Unternehmen können sich im Vergleich zur Vorjahresumfrage teils deutlich in der Einschätzung durch die Führungskräfte verbessern. Ausnahmen bilden die Merck KGaA, die Henkel KGaA und die Bayer AG.

Als Gewinner präsentiert sich erneut Boehringer Ingelheim. Dessen Führungskräfte-Crew benotet noch besser als im Vorjahr. Deutlich steigert sich die Berliner Schering AG, die jetzt den zweiten Platz einnimmt. Erstaunlich auch das Ergebnis von Schott Glas, das erstmals am Start, sofort Platz 3 erreicht.

Obwohl von den Führungskräften leicht positiver beurteilt, landet die Clariant GmbH nur auf dem 18. Rang, die Bayer AG, schlechter bewertet als letztjährig, belegt nun Rang 19. Erstmals platziert, kommt die Münchener Sankyo Pharma GmbH nicht über den letzten Platz hinaus.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband angestellter Akademiker und Leitender Angestellter der chemischen Industrie e.V. (VAA) Kattenbug 2, 50667 Köln Telefon: 0221/160010, Telefax: 0221/160016

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