Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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Betriebsräte warnen vor schweren Schäden für T-Mobile

(Berlin) - Gesamtbetriebsräte und Betriebsräte von T-Mobile Deutschland (TMD) und T-Mobile International (TMO) warnen vor den Folgen des kürzlich beschlossenen Sparprogramms bei dem Mobilfunkkonzern. „Sollten die Ergebnisse des Projektes „Save for Growth“ umgesetzt werden, befürchten wir, dass... dem Unternehmen Schaden zugefügt wird, der kaum wieder gut zu machen ist“, heißt es in einer am 31. Januar veröffentlichten „Bonner Erklärung“ der Belegschaftsvertreter, die sich an das Management richtet.

In den bis jetzt vorgestellten Maßnahmen sei in weiten Teilen nur von Personalabbau die Rede, „ohne Zukunftsperspektiven“ für das Unternehmen aufzuzeigen. „Diese Planungen stoßen auf erbitterten Widerstand aller Betriebsräte und der Beschäftigten“, heißt es weiter in der Erklärung.

Nach den bisher bekannt gewordenen Plänen will die T-Mobile-Führung europaweit insgesamt 3.380 Stellen streichen, davon 1.140 durch Outsourcing. In Deutschland sind 1.700 Arbeitsplätze von den Streichungen betroffen, davon etwa 450 durch Outsourcing. In der vergangenen Woche hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Abbaupläne bereits scharf kritisiert und das Unternehmen zu Verhandlungen über einen Vertrag für „Sicherheit im Umbruch“ aufgefordert, in dem betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden sollen.

Gleichzeitig üben die Belegschaftsvertreter in ihrer „Bonner Erklärung“ scharfe Kritik am Missmanagement bei T-Mobile: So habe es „eklatante strategische Fehlentscheidungen“ und „gigantische Fehlinvestitionen“ im Zuge der Gründung des Content-Dienstleisters T-Motion gegeben. Weiter heißt es: Wenn das Unternehmen wirtschaftlich hervorragend dastehe, dann wegen der Mitarbeiter und „trotz der Managementfehlentscheidungen“ auch im Weihnachtsgeschäft 2004.

„Wir fordern die Unternehmensführung auf, die Betriebsräte vollständig zu informieren und jede Maßnahme zu unterlassen, die mit Personalabbau einhergeht“, betonte ver.di-Mobilfunkexperte Ado Wilhelm. Es müssten nun umgehend Verhandlungen mit den Betriebsräten und ver.di aufgenommen werden.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: 030/69560, Telefax: 030/69563956

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