Pressemitteilung | Deutsches Rotes Kreuz e.V. (DRK) - Generalsekretariat

Bewaffneter Konflikt im Nahen Osten: DRK-HilfsgĂŒter fĂŒr die betroffene Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen

(Berlin) - Seit der Eskalation des bewaffneten Konflikts in Israel und den PalĂ€stinensischen Gebieten ab dem 7. Oktober 2023 verschlimmert sich die humanitĂ€re Lage im Gaza-Streifen zunehmend. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat am Sonntag dringend benötigte humanitĂ€re HilfsgĂŒter fĂŒr die betroffene Zivilbevölkerung vom Flughafen Leipzig/Halle auf den Weg gebracht. "Der Bedarf an humanitĂ€rer Hilfe im Gaza-Streifen ist enorm. Es braucht praktisch mehr von Allem", sagt der GeneralsekretĂ€r des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Christian Reuter. "Mit den HilfsgĂŒterflĂŒgen reagieren wir auf die dringendsten Bedarfe und unterstĂŒtzen die Arbeit unserer Schwestergesellschaft, dem PalĂ€stinensischen Roten Halbmond, vor Ort."

Die mit finanzieller UnterstĂŒtzung des AuswĂ€rtigen Amtes organisierten DRK-HilfsgĂŒterflĂŒge umfassen circa 1.020 Familienzelte, 1.000 Planen fĂŒr NotunterkĂŒnfte, 6 Hubwagen fĂŒr humanitĂ€re Logistik und 50 RettungsrucksĂ€cke. Rund 33 Tonnen HilfsgĂŒter wurden heute in Leipzig verladen und nach Ägypten geflogen. Nach der Landung werden die HilfsgĂŒter mit Hilfe des Ägyptischen Roten Halbmonds auf dem Landweg in den Gaza-Streifen transportiert, wo sie vom PalĂ€stinensischen Roten Halbmond verteilt werden sollen. Ein zweites Flugzeug wird am Montag mit rund 26 Tonnen an Bord ebenfalls in Leipzig starten.

Von der VerschĂ€rfung des Konflikts ist insbesondere die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen betroffen. Die Lage vor Ort ist katastrophal. Es fehlt an allem: an Medikamenten, an Trinkwasser, an Lebensmitteln, an warmen Decken, an Treibstoff und an Kleidung. Die meisten Menschen haben ihre Wohnung verloren oder befinden sich auf der Flucht. "Deshalb liegen die Schwerpunkte unserer bedarfsgerechten Hilfe auf medizinischem Material fĂŒr die Notfallversorgung und Material fĂŒr NotunterkĂŒnfte”, so Reuter.

Der PalĂ€stinensische Rote Halbmond (PRH) ist seit Beginn des Konflikts im Einsatz und versucht unter schwersten Bedingungen, Hilfe nach dem Maß der Not zu leisten. Aufgrund der immer dramatischer werdenden Lage ist er dabei dringend auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Das DRK unterstĂŒtzt den PRH bereits seit einigen Jahren bei der StĂ€rkung der Katastrophenvorsorge und der Gesundheitsversorgung. "Als Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist es unsere Mission bedarfsgerecht und allein nach dem Maß der Not zu helfen. Damit dies möglich ist, braucht es einen dauerhaften und sicheren Zugang fĂŒr humanitĂ€re Helfende und HilfsgĂŒter”, sagt Reuter.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Rotes Kreuz e.V. (DRK) - Generalsekretariat Pressestelle Carstennstr. 58, 12205 Berlin Telefon: (030) 85404-0, Fax: (030) 85404-450

(jg)

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