Pressemitteilung | (BfW) Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.
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BFW-Herbstumfrage 2007 / Unternehmerische Wohnungs- und Immobilienwirtschaft im Zeichen des Aufschwungs / Regionale Disparitäten trüben den Ausblick / Prognose: Wohnungsneubau 2008 auf niedrigstem Nachkriegsniveau

(Berlin) - Die unternehmerische Immobilien- und Wohnungswirtschaft steht im Zeichen des bundesweiten Konjunkturaufschwungs. Für 2008 rechnet die Branche mit einer leicht verbesserten Geschäftslage und signalisiert ein Plus bei Investitionen und Beschäftigung. Die positive Entwicklung wird jedoch weitgehend von Büro-, Einzelhandels, Spezial- und Logistikimmobilien getragen und kommt primär den Ballungsräumen zu Gute. Der aktuelle starke Einbruch bei den Neubaugenehmigungen gefährdet jedoch die Belebung in der Breite. Zudem wird deutlich, dass immer weniger Unternehmen in den ländlichen Regionen tätig sind und insbesondere hier die aktuelle Lage deutlich negativer beurteilt wird. Dies geht aus der aktuellen Herbstumfrage des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) hervor.

„Die private Immobilien- und Wohnungswirtschaft hat an die gute Gesamtkonjunktur angedockt. Sowohl die Geschäftserwartungen als auch die Investitions- und Beschäftigungspläne zeigen ein kleines Plus und stimmen optimistisch“, sagte der BFW-Vorsitzende Walter Rasch am 13. November in Berlin zu den Ergebnissen der Umfrage unter 1.600 Unternehmen. 30 Prozent bewerten ihre aktuelle Geschäftslage mit gut, 28 Prozent gehen für 2008 von einem günstigeren Geschäftsverlauf aus. Die Investitionen wollen 24 Prozent der Unternehmen erhöhen und 17 Prozent herunterfahren. Auch bei der Beschäftigung stehen die Zeichen auf leichten Zuwachs. 14 Prozent der Unternehmen planen eine Personalaufstockung, acht Prozent dagegen einen Abbau von Arbeitsplätzen.

Die insgesamt positive Entwicklung werde jedoch überschattet von regionalen Disparitäten sowie vom eingebrochenen Genehmigungsvolumen im Wohnungsneubau. Die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen für 2008 sehen im ländlichen Raum 42 bzw. 37 Prozent negativ, im Bundesdurchschnitt hingegen nur 14 bzw. neun Prozent. In der Peripherie will jedes dritte Unternehmen die Investitionen senken. „Die dramatisch um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochenen Neubaugenehmigungen bleiben eine Schwachstelle für die gesamte Branche“, stellte Rasch heraus. Die Fertigstellungs- und Genehmigungszahlen sind bei Mietwohnungen seit 1994 jährlich im Durchschnitt um 15 Prozent gefallen. Wurden 1994 noch 167.000 Wohnungen genehmigt, werden es im Jahr 2007 nur noch rund 28.000 sein. Mit einem Fertigstellungsvolumen von deutlich unter 200.000 Wohnungen in 2008 wird ein Negativrekord in der Nachkriegsgeschichte gebrochen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW) Oliver Falk, Pressesprecher Kurfürstendamm 57, 10707 Berlin Telefon: (030) 32781-0, Telefax: (030) 32781-299

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