BFW: REITs nicht ohne Mietwohnungen / Wohn-REIT bietet mittelständischen Immobilienunternehmen neue Chance zur langfristigen Bestandsentwicklung
(Berlin) - Mietwohnungen müssen in das Konzept der steuertransparenten Immobilienanlagegesellschaften (REITs) ohne umfassende Sonderregelungen eingebunden werden. Gerade den mittelständischen deutschen Immobilienunternehmen würde der Wohn-REIT die zusätzliche Möglichkeit bieten, Kapital zu beschaffen und damit die langfristige und nachhaltige Entwicklung des Wohnungsbestandes zu gewährleisten. Dies erklärt der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) angesichts der jüngsten Diskussion um die Rolle der Wohnimmobilie im Zuge einer Einführung von REITs.
Wohn-REITs dürfen nicht auf dem Altar des kleinsten gemeinsamen politischen Nenners geopfert werden, sagt der BFW-Vorsitzende Walter Rasch. Nach monatelangen Diskussionen um die Einführung von REITs nun einen Kompromiss zu Lasten der Wohnimmobilie zu schließen, sei auch aus Perspektive der Mieter nicht zu verantworten. Schließlich sollen steuertransparente Immobilienanlagegesellschaften dazu beitragen, dass der deutsche Immobilienmarkt liquider und flexibler wird, indem Wohnungsbestände in einen Reit überführt werden und darüber neue Möglichkeiten zur langfristigen Entwicklung der Bestände entstehen. Der BFW setzt sich dafür ein, mittelständischen deutschen Immobilienunternehmen diese Chance nicht zu verwehren.
Wird der immobilenwirtschaftlichen Vernunft gefolgt und der Wohn-REIT zugelassen, so warnt der BFW davor, durch die Hintertür umfassende Sonderregelungen zu Mieten und Investitionen einzuführen. REITs seien nicht dazu konzipiert, Investoren zum Schaden der Mieter eine möglichst kurzfristige Exit-Strategie einzuräumen. Im Gegenteil: Die Einführung von REITs senkt die Finanzierungskosten der Bestandshalter, wodurch sich langfristig ein die Mietpreise dämpfender Effekt ergibt.
Der BFW hält es für besonders wichtig, auf eine Pflicht zur Börsennotierung von REITs zu verzichten, weil sonst sehr große Immobilienbestände in die steuertransparente Immobilienanlagegesellschaft eingebunden werden müssten. Mit privaten REITs hätten eben auch mittelständische Immobilienunternehmen einen Zugang zu dieser neuen Anlageform. Für klein- bis mittelformatige REITs sprechen überdies Erfahrungen aus dem Ausland: Erfolgreich sind REITs besonders dann, wenn sie sich zum Beispiel auf Regionen oder Immobilientypen spezialisieren. Wichtig wäre es zudem, dass es den Kommunen möglich wird, ihre Wohnungsbaugesellschaften in nicht-börsengehandelte REITs umzuwandeln und sich institutionelle Investoren auch in Form einer Minderheitsbeteiligung beteiligen können. Die Wohnungsbaugesellschaften bzw. die Kommunen erhielten dann finanzielle Mittel, ohne sich der sozialen Verantwortung entziehen zu müssen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW)
Oliver Falk, Pressesprecher
Kurfürstendamm 57, 10707 Berlin
Telefon: (030) 32781-0, Telefax: (030) 32781-299
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- Umsatz bei Gebäudebau bricht ein - Abwärtstrend setzt sich fort
- Angesichts von Wohnraumknappheit in mitteldeutschen Metropolen ist einseitige Fokussierung auf Bestandserhaltung nicht zielführend
- Weder technologieoffen noch praxisgerecht oder nachhaltig: BFW Mitteldeutschland lehnt Novelle des Gebäudeenergiegesetzes ab
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen



