Pressemitteilung |

BKK unterstützt die anderen Krankenkassen 2003 mit rund 8,8 Milliarden Euro / RSA-Zahlungen der BKK haben sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt

(Berlin) - Die vorliegende Schätzung über die RSA-Zahlungen für das laufende Jahr zeigt erneut eine Ausweitung des Umverteilungsvolumens zwischen den gesetzlichen Krankenkassen. Während 1995 insgesamt noch 8,8 Mrd. Euro umverteilt wurden, werden es im laufenden Jahr ca. 14,6 Mrd. Euro sein. Dabei zahlen die Betriebskrankenkassen mit rund 8,8 Mrd. Euro den mit Abstand höchsten Anteil.

Über den Risikostrukturausgleich (RSA) zwischen den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt jedes BKK-Mitglied die anderen Krankenkassen. Dabei ist die individuelle Belastung stetig gewachsen. Waren es 1995 noch 138 Euro je Mitglied, so werden es im laufenden Jahr ca. 871 Euro pro Mitglied sein. Trotzdem ist es der BKK gelungen, mit einem durchschnittlichen Beitragssatz von 13,7 Prozent (GKV: 14,3 Prozent) für eine gesetzliche Krankenversicherung besonders günstig zu bleiben.

Stetiger Mitgliederzuwachs

Trotz der großen Belastungen durch den RSA konnten die BKK ihre gute Position innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung behaupten. Die Mitgliederentwicklung zeigt, dass die BKK die solidarische Alternative für freiwillig Versicherte innerhalb der GKV bleibt: In den ersten neun Monaten des Jahres haben sich insgesamt 630.000 Mitglieder neu für die Versicherung in einer BKK entschieden. Dies entspricht einem Mitgliederzuwachs um 6,5 Prozent.

Besorgnis erregend ist allerdings der Verlust der GKV in der ersten Jahreshälfte von 334.000 Mitgliedern. Der weit überwiegende Teil dieser Mitglieder dürfte in die Private Krankenversicherung (PKV) gewechselt sein. Nur weil die BKK den Versicherten eine kostengünstige Versicherungsmöglichkeit innerhalb der GKV bietet, konnte unter den gegenwärtigen Bedingungen die Abwanderung zur PKV gebremst werden. Die Öffnung der gesetzlichen Krankenversicherung für mehr Wettbewerb, wie z.B. durch Bonusmodelle und Selbstbehalttarife, durch die Gesundheitsreform, ist eine große Chance, die die BKK begrüßt und nutzen wird. Durch ihr attraktives Angebot konnte die BKK in der Vergangenheit viele Menschen davon überzeugen, nicht in die PKV zu wechseln, sondern mit der Entscheidung für eine BKK die solidarische Alternative zu wählen. Wir werden die neuen Chancen nutzen, um diesen guten Weg fortzusetzen.

Die 253 BKK in Deutschland versichern einschließlich der Familienversicherten rund 14 Millionen Menschen. Damit sind die Betriebskrankenkassen mit einem Marktanteil von über 20 Prozent die drittgrößte Kassenart der gesetzlichen Krankenversicherung nach den Ortskrankenkassen und Ersatzkassen. Rund 160 Betriebskrankenkassen sind für jedermann geöffnet.Die 253 BKK in Deutschland versichern einschließlich der Familienversicherten rund 14 Millionen Menschen. Damit sind die Betriebskrankenkassen mit einem Marktanteil von über 20 Prozent die drittgrößte Kassenart der gesetzlichen Krankenversicherung nach den Ortskrankenkassen und Ersatzkassen. Rund 160 Betriebskrankenkassen sind für jedermann geöffnet.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Betriebskrankenkassen (Bundesgebiet) Kronprinzenstr. 6, 45128 Essen Telefon: 0201/17901, Telefax: 0201/1791000

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