Pressemitteilung | Deutscher Beamtenbund Nordrhein-Westfalen (DBB NRW)
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Böllerexzesse in der Neujahrsnacht: "Das Schlachtfeld des kleinen Mannes"

(Düsseldorf) - Alle Jahre wieder! – In Anbetracht der sich jährlich wiederholenden Böllerexzesse am Silvesterabend und in der Neujahrsnacht fordert der DBB NRW Beamtenbund und Tarifunion endlich eine konsequente Ausschöpfung aller gesetzlichen Möglichkeiten, um die ausufernden Angriffe auf Ordnungs- und Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute und Sanitätspersonal sowie Unbeteiligte und Sachwerte stärker zu verfolgen und zu ahnden.

Zu oft und zu lange würde man nach Ansicht des DBB NRW in vielen Metropolen des Landes der vermeintlich „ausgelassenen Stimmung vieler Feiernden“ freien Lauf lassen, ohne dass sie Konsequenzen befürchten müssten. So als wären Schäden an Leib und Leben sowie Sachwerten in der Neujahrsnacht im allgemeinen Lebensrisiko bereits eingepreist. Der Vorsitzende des DBB NRW, Roland Staude: „Die Politik betreibt an diesen Tagen mit der höchsten Zahl an Ordnungswidrigkeiten und Verstößen gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz traditionell nur ein `Management by Helicopter´, beobachten – dokumentieren – abheften.“

Angesichts von zwei getöteten Heranwachsenden in Bielefeld, davon einer bei einer Sprengstoffexplosion auf einem Kinderspielplatz, fordert Roland Staude, früherer Ordnungsamtsleiter der Stadt Bielefeld, die Anpassung des gesetzlichen Rechtsrahmens an die geänderten gesellschaftlichen Bedingungen: „Wenn der öffentliche Raum an Silvester inzwischen zum `Schlachtfeld des kleinen Mannes´ geworden ist, die verantwortungsvolle Handhabung von Feuerwerk aus dem Ruder läuft und die Hemmschwellen gegenüber Dritten permanent sinken, dann muss ein Verbot privaten Feuerwerks kommen und als Alternative ein ausschließliches Abbrennen durch die Städte und Gemeinden organisiert werden. Hier könnten auch ähnliche Verfahren wie bei der Genehmigung von Osterfeuern angewandt werden.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund Nordrhein-Westfalen (DBB NRW), Marcus Michel, Pressesprecher(in), Ernst-Gnoß-Str. 24, 40219 Düsseldorf, Telefon: 0211 491583-0

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